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Menschenrechte: Was heißt das eigentlich für jeden einzelnen?

Veranstaltungstipp: Menschenrechte – sie betreffen uns alle. Mehr denn je! Manfred Nowak, Professor für Menschenrechte, im Gespräch mit Schauspielerin Julia Stemberger.

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Menschenrechte: Was heißt das eigentlich für jeden einzelnen?
© iStock

Wer aktuell die Nachrichten verfolgt und sieht, welche Krisen, Konflikte und Katastrophen in der Welt geschehen, der oder die mag bisweilen an der Menschheit verzweifeln. Aber einer, der es wissen muss, ist da etwas optimistischer: Für Prof. Nowak ist die Zivilgesellschaft eine Hoffnung im Kampf für die Menschenrechte. Warum wird er am 7. November 2019 im Zuge des "Leuchtpunkte Talks" erzählen.

Menschenrechte - ein Schlagwort, das wir alle schon einmal gehört haben. Aber was bedeutet es eigentlich? Im Rahmen dieses Talks sollen wir erfahren, was wir zu dem großen Thema Menschenrechte wissen sollten.

Denn Manfred Nowak ist Generalsekretär des Global Campus of Human Rights in Venedig, Professor für Menschenrechte an der Universität Wien und Gründer des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte. Darüber hinaus leitet er als UNO-Experte eine globale Studie über Kinder in Haft.
Von 2004 bis 2010 war er als Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter tätig.

In dem von ihm gegründeten Masterlehrgang “Human Rights” an der Universität Wien versucht Manfred Nowak seinen Studierenden näher zu bringen, wie Menschenrechte auf unterschiedlichen Ebenen durchgesetzt werden können.

»Der Kampf gegen die Verletzung der Menschenrechte ist die Voraussetzung für Frieden und Sicherheit und Entwicklung auf dieser Welt.«

Nowak sagt: "Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaat sind universelle Werte, zu denen sich die internationale Gemeinschaft, also alle Staaten dieser Welt verpflichtet haben und die sie massenweise nicht einhalten und verletzen. Es geht heute aber nicht nur darum, dass Menschenrechte verletzt werden, sondern dass Werte, die hinter den Menschenrechten stehen, plötzlich nicht mehr als Werte anerkannt werden. Die Regierungen sind weniger an Menschenrechten interessiert, weil das ein Thema ist, das polarisiert. Aber die Zivilgesellschaft wird immer aktiver."

Zu all diesen Themen hat Manfred Nowak viele Bücher publiziert. Zuletzt über das Verhältnis von Menschenrechten zur Kunst, zum globalen Kapitalismus, zum Terrorismus, zur wachsenden ökonomischen Ungleichheit und zum Thema Folter – die Alltäglichkeit des Unfassbaren.

An diesem Abend wird Manfred Nowak im Gespräch mit Julia Stemberger, der bekannten österreichischen Theater- und Filmschauspielerin, das, was wir als Zivilgesellschaft über das umfangreiche Thema Menschenrechte wissen müssen, erzählen.

Wann? 07.11.2019 um 19.30 Uhr
Wo? Lorely-Saal, Penzinger Straße 72, 1140 Wien
Mehr dazu und Tickets auf leuchtpunkte.at