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Menstruation: 3 Tage Urlaub wegen PMS!

PMS, schmerzende Brüste, Bauchkrämpfe, Rückenweh! Die Menstruation ist für kaum eine Frau ein Spaß. Nun fordert ein Gynäkologe 3 Tage bezahlten Urlaub während der Regel.

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Menstruation: 3 Tage Urlaub wegen PMS!

Menstruation: Verdammte fünf Tage im Monat

© Thinkstock/iStock/Alliance

Die Brust schwillt und schmerzt. Im Rücken ein Ziehen. Und dann kommen diese verdammten Regelschmerzen. Die Laune rasselt in den Keller, frau könnte weinen oder alle wütend ankläffen.

Nein, die Menstruation gehört nicht zu den Tagen im Monat, an denen wir uns wie selbstbewusste Sexgöttinnen fühlen. Sondern eher wie ein Häufchen Elend. Wohlfühlen geht anders.

Früher, in der Schule, da waren die bestimmten Tage im Monat manchmal auch die, an denen wir den Sportunterricht ganz offiziell schwänzen durften. Aber heute? Im Berufsleben? Undenkbar. Vermutlich keine Firma in Österreich lässt es durchgehen, wenn wir uns wegen "Menstruation" krank melden.

Ist die Regel ein Grund für Krankmeldung?

In Asien sieht das anders aus. Dort ist es ein gesetzlich verankertes Recht arbeitender Frauen, während der Menstruation zuhause zu bleiben. Als erstes Land führte Indien diese Regel-Regel 1947 ein. Ginge es nach dem britischen Star-Gynäkologen Gedis Grudzinskas sollte dies auch in Europa gelten.

Der Experte trug seine Forderung beim "Festival of Ideas" der englischen Elite-Universität Cambridge vor. Grudzinskas: "Drei zusätzliche Krankheitstage während der Menstruation nutzen letztendlich den Firmen. Während ihrer Tage sind viele Frauen unkonzentriert, fühlen sich krank und müde. Wenn sie zuhause bleiben dürfen, sind sie danach motivierter und können im Job wieder mehr leisten."

Auch wenn ein großer (sehr großer!) Teil von uns das befürworten würde: Gesetzlich verankerte Fehltage aufgrund von Regelschmerzen bergen auch ein ziemliches Risiko. Denn wenn Frauen jeden Monat automatisch drei Fehltage in ihrem Arbeitsvertrag haben, dann könnte ihnen dies bei Job-Bewerbungen auch zu einem gehörigen Nachteil gegenüber männlichen Kandidaten gereichen. Über geringere Bezahlung wollen wir gar nicht erst reden...

Die Arbeitswelt kennend: Dass es so käme, davon ist leider auszugehen. Weshalb wir uns also auch weiter mit schmerzendem Unterleib und kotziger Laune ins Büro schleppen. Es ist verdammt hart, eine Frau zu sein. Aber ehrlicherweise auch verdammt schön.