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Studie: Eine 8-Stunden-Arbeitswoche fördert die psychische Gesundheit am besten

Hast du schon eine Balance zwischen Job und Freizeit gefunden? Doch so kurz, wie ExpertInnen das in einer aktuellen Studie festgelegt haben, hättest du die perfekte Arbeitswoche für deine seelische Gesundheit sicher nicht eingeschätzt!

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© Photo by Brooke Cagle on Unsplash

So, wie es in der Natur Jahreszeiten gibt, gibt es auch im Arbeitsleben psychische Wechsel im Laufe eines Jahres. Frühling: Neubeginn! Freude, Motivation: Heuer machen wir alles anders! Sommer: Hüpfen von Urlaub zu Urlaub, es ist heeeeeeiß! Und plötzlich ist Herbst. Jetzt aber volle Power! Die Sommerhitze abschütteln und so richtig Gas geben. Winter: Bis wir uns aus dem Wintermantel geschält haben, ist eh der halbe Arbeitstag gegessen. Ach ja, Hatschi!

Während dieser immer wiederkehrenden Phasen versucht man, einen Flow aufrecht zu erhalten, in dem die Arbeit und das Privatleben Platz haben. Manche schaffen das ganz gut, andere haben immer wieder Problem mit psychischen Belastungen. Oft liegt das auch an der Anzahl der Arbeitsstunden. Deshalb kann es schon helfen, von den 40 auf die 30 Stunden zu reduzieren.

Arbeiten? Ja, aber nur wenig!

Doch was, wenn wir euch sagen würden, dass die perfekte Arbeitswoche für eure psychische Gesundheit aus noch weniger bezahlten Stunden bestehen sollte? Nämlich aus nur 8 Stunden ! Dies hat eine Forschungsgruppe der Cambridge University festgestellt. Im Rahmen des Projekts "Employement Dosage" wurden alle Marker untersucht, die mit einer stabilen seelischen Gesundheit zusammenhängen (zB. Schlaf oder Vitaminversorgung).

9 Jahre lang wurden über 70.000 Versuchspersonen zwischen 16 und 64 Jahren begleitet. Immer wieder untersuchte man ihre mentale Verfassung. Es zeigte sich, dass Menschen generell einen mentalen Boost erfuhren, wenn sie von einer Periode der Arbeitslosigkeit in eine 8-Stunden-Woche einstiegen.

Arbeiten fürs Wohlbefinden

Dieser Boost hielt aber nicht an, wenn es um eine "Standard"-Arbeitszeit von 38 bis 40 Stunden ging. Am besten ging es den TeilnehmerInnen zwischen 8 und 24 Stunden bezahlter Arbeit pro Woche. Im Endeffekt zählen aber nicht die Stunden selbst, sondern, dass Menschen überhaupt bezahlte Arbeit haben.

Demnach sei es in Zukunft - wenn viele Arbeitsplätze von künstlichen Systemen ausgefüllt werden - sehr wichtig, die Arbeitszeit unter so vielen Menschen wie möglich zu verteilen. Da solle es dann nicht mehr ein paar wenige Vollzeit-, sondern viele Teilzeitkräfte geben.

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Thema: Psychologie