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#metoo: "WIR WEHREN UNS"

Karriere gegen Sex, Grapschereien bei Events, sexuelle Übergriffe als Kavaliersdelikt. #metoo: Österreichische Promi-Frauen brechen in WOMAN ihr Schweigen.

Kommentare: 4

#metoo: "WIR WEHREN UNS"

Musical-Star Marjan Shaki: Ein Komponist belästigte sie

© Woman Roland Unger Auftrag

Nach dem US-Skandal um den Produzenten Harvey Weinstein ist auch in Österreich neuerlich eine heftige Diskussion zum Thema sexuelle Belästigung entbrannt. Gerade die Ereignisse der letzten Tage – Abberufung eines heimischen Tageszeitungschefredakteurs, neue Beschwerden bei der Gleichbehandlungskommission und die weltweite Diskussion in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #metoo – zeigen, wie allgegenwärtig das Thema für uns Frauen ist. In manchen Berufsgruppen sind acht von zehn Frauen mit sexuellen Übergriffen konfrontiert.

Kristina Sprenger, Maria Köstlinger in WOMAN: "Sex gegen Job ist kein Einzelfall"

In der aktuellen WOMAN-Ausgabe (mit 25. Oktober 2017 im Handel) schildern nun erstmals öffentlich Schauspielerinnen wie Maria Köstlinger, Kristina Sprenger, Susanna Hirschler oder Julia Cencig ihre Erlebnisse.

„Sex gegen Job“ ist kein Einzelfall, sondern häufige Methode. Durch fast alle Schilderungen zieht sich ein ähnliches Muster. War oder ist man nicht willig, wird man nicht mehr gebucht. Einige heimische Produktionschefs, einige Regisseure oder auch Intendanten nutzten offenbar über Jahrzehnte knallhart ihre Macht in der Branche aus.

Arabella Kiesbauer in WOMAN: "Da ist diese Scham. Das passiert jetzt nur mir..."

Musicaldarstellerin Marjan Shaki war ebenso betroffen wie Schauspielerin Petra Morzé. Morzé in ihrem Pamphlet in WOMAN: „Ich habe diese Übergriffe als Anfängerin von einem für Wien prägenden Intendanten erlebt, ein unlängst gefeuerter Intendant hat sich durch besonders sexistische Sprüche und herablassendes Verhalten ausgezeichnet.“

Oft gehen Frauen mit sexueller Belästigung so um, wie Puls4-Infochefin Corinna Milborn aus eigener Erfahrung erzählt: "Man schluckt es runter, man macht weiter." Doch um sexuelle Belästigung zu einem breiten gesellschaftlichen Thema zu machen , die Täter-Opfer-Umkehr zu beenden und es den Tätern zu erschweren, muss man darüber reden. Wie die Frauen, die in der aktuellen WOMAN-Ausgabe aufstehen und anklagen.

WOMAN-Chefredakteurin Euke Frank: „Ich möchte mich bei allen Frauen bedanken, dass sie diesen mutigen Schritt wagen und klar aufzeigen, dass diese Übergriffe nicht zu dulden sind, dass die Einforderung von sexuellen Gefälligkeiten kein Kavaliersdelikt darstellt. Alle von WOMAN befragten Frauen fordern daher öffentlich auf, sich zu wehren, Übergriffe zu benennen und sich ganz klar dagegen aufzulehnen. Ich hoffe, dass wir als größte Frauenmedienmarke des Landes hier ein Stück weit zur Bewusstseinsbildung beitragen können.“

Thema: Sexismus

Kommentare

Autor

Ich halte es da mit Nina Proll
Erst gezielt die weiblichen Waffen einsetzen, um Kolleginnen auszubooten und dann auch noch jammern, das ist echt das letzte
Ich schäme mich für meine Geschlechtsgenossinnen
Zur besetzungscouch gehören immer zwei

WOMAN

Sehen wir etwas anders: https://www.woman.at/a/nina-proll-metoo-shitstorm

Michi Fuchs

Hat hier echt noch keiner was dazu !geschrieben? Was ist los? Ich halte es nicht mehr aus. Diesen Männern gehört endlich ein fetter Riegel vor 's Maul geschoben! Und ordentlich in die Eier geschlagen!

WOMAN

Wie du sind wir absolut der Meinung, dass sich etwas ändern muss - jedoch nie mit Gewaltandrohungen!