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Vergiss 007! Der MI6 braucht jetzt dich!

Macho-Agent James Bond hat ausgedient. Der britische Geheimdienst sucht weibliche Spione, ausgestattet mit Empathie und Intuition. Also ... GENAU DICH!

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Vergiss 007! Der MI6 braucht jetzt dich!

James Bond (Sean Connery): Frauen wie Miss Moneypenny nur im Sekretariat

© James Bond

Welche Qualitäten braucht ein Geheimagent à la James Bond? Stoische Ruhe. Die Fähigkeit, zuzuhören, Menschen für sich einzunehmen, Empathie. Reaktionsschnelligkeit. Er muss seine Augen überall haben, Katastrophen bereits im Vorfeld verhindern können.

Fällt es euch auch wie Schuppen von den Augen? Wer könnte besser als Spion arbeiten, als eine Mutter? Eine, die im Umgang mit kleinen Terroristen geschult ist, die sich durch keine Untat aus der Ruhe bringen lässt, die dem Greinen und Flehen mit Konsequenz gegenüber steht und in den richtigen Momenten Mitleid zeigt?

Der britische Geheimdienst MI6 wirbt Mütter als Agenten

Eben. Mütter sind die besten Agenten. Das hat mittlerweile sogar der berühmte britische Geheimdienst, der MI6 erkannt. Der hat sich aus diesem Grund den perfekten Ort gesucht, um neue Spione anzuwerben. Auf der Elternwebsite Mumsnet (zu deutsch: "Mütter-Netz"), wo sonst über Babybrei, Einschlaftechniken und originelle Laternen fürs Lichterfest debattiert wird, wirbt der MI6 mit einem Job-Inserat neue Mitarbeiterinnen:

MI6: Job-Inserat im Mami-Web

Der eigentliche Grund für das zunächst ungewöhnlich wirkende Job-Angebot auf einer Mütter-Seite liegt in einem krassen Miss-Verhältnis (übrigens: auch für den nächsten 007-Film wird diskutiert, ob es einen weiblichen Bond geben soll). Den von 12.000 Mitarbeitern des englischen Inlandsgeheimdienstes MI6 sind nur 37% weiblich. Weshalb der Ausschuss für Nachrichten- und Sicherheitsdienste des britischen Parlaments den Geheimdiensten nahelegte, neues Personal auf jenen Webseiten zu rekrutieren, die vorwiegend von Frauen besucht werden.

Die Geheimdienste sollen nun weiblicher werden und gezielt Frauen mittleren Alters oder Frauen, die gerade dabei sind, sich eine Karriere aufzubauen, einstellen. Oder Mütter. Weil sie Lebenserfahrung haben, auch wenn sie oft nicht die Standardqualifikationen für die Arbeit beim Geheimdienst mitbringen. "Was ist wichtiger?", fragt der Report und rät, für die Anwerbung "ein breites Spektrum an Medien zu nutzen, inklusive solcher speziell für Frauen und Mütter wie Mumsnet".

Qualitäten wie Kreativität, Neugier, Empathie und Intuition seien hoch geschätzt, so der MI6 in seiner Stellenanzeige. Und ist dafür sogar bereit, den künftigen Bond-Ladys einige Zugeständnisse zu machen. So gibt es das Angebot, als Teilzeit-Agentin zu wirken und sie erhalten im Falle einer Dienstreise Rund-um-die-Uhr-Betreuung für ihre Kids.

Einzig eine Anforderung im Job-Profil stellt unsereins vor eine echte Herausforderung. Denn von seinen Agenten erwartet der MI6 absolute Verschwiegenheit. Nicht unbedingt unser größtes Asset, wir gestehen. Aber egal. Was nicht ist, kann ja noch werden. Der Morgen stirbt nie – und man lebt nur zweimal. Oder so.

Themen: Report, Eltern

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