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Mia Farrow: Naomi Campbell soll gewusst haben, dass wer ihr die Diamanten schenkte

Im Kriegsverbrecherprozess gegen den Ex-Diktator Charles Taylor hat die amerikanische Schauspielerin Mia Farrow, 65, vor dem Gericht eine andere Version als Naomi Campbell, 40, ausgesagt. Laut Farrow bekam das Supermodel statt mehrerer kleiner, auch einen großen Diamanten geschenkt. Campbell soll sehr wohl gewusst haben, dass das Geschenk von Taylor kam.


Mia Farrow: Naomi Campbell soll gewusst haben, dass wer ihr die Diamanten schenkte

Damit widerlegte Mia Farrow die Aussage von Campbell. Zudem belastete die Schauspielerin den Kriegsherrn Taylor zusätzlich.

An dem besagten Abend im September 1997 in Südafrika hatten Charles Taylor, Naomi Campbell und auch Mia Farrow an einem Gala-Dinner auf Einladung von Nelson Mandela teilgenommen. Laut Farrow habe Naomi Campbell bereits am nächsten Morgen von dem großzügigen Geschenk gesprochen. "Sie sagte, dass sie in der Nacht geweckt wurde. Einige Männer klopften an ihrer Tür. Sie wurden von Charles Taylor geschickt und überreichten dem Model einen riesigen Diamanten", so die Aussage von Farrow vor Gericht. Das 40-jährige Topmodel sei über die Ereignisse sehr aufgeregt gewesen und habe den Diamanten einer Wohltätigkeitsorganisation gespendet.

Was wiederum nicht ganz der Aussage von dem Mannequin entspricht. Campbell hatte höchstpersönlich vor dem Tribunal gegen Taylor ausgesagt und bestätigt, ein Diamantengeschenk erhalten zu haben. Ob die Klunker von Taylor stammten oder nicht, konnte sie jedoch nicht eindeutig beantworten.

Taylor bestreitet nach wie vor, je im Besitz von Blutdiamanten gewesen zu sein. Er hat sich in allen elf Anklagepunkten – darunter Mord, Vergewaltigung und die Rekrutierung von Kindersoldaten – nicht schuldig erklärt.

Mit Spannung wird auch die Aussage von Campbells damaliger Agentin Carole White erwartet, die ebenfalls vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal aussagen soll. Die Aussagen der prominenten Zeuginnen sollen nicht sehr gewichtig für den Fall sein, aber immerhin das mediale Interesse an dem Fall erneut wecken.

Redaktion: Sabine Haydu