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Migräne: Der Kopf im Schraubstock

Kampf den Attacken. Kopfweh ist nicht gleich Kopfweh. Nur wer die Symptome erkennt, kann sie auch richtig behandeln. WOMAN zeigt, was bei den verschiedenen Formen von Schmerz im Kopf zu tun ist.


Migräne: Der Kopf im Schraubstock
© M.C.

Die gute Nachricht: Meistens, wenn uns der Kopf wehtut, wissen wir genau, woher die Schmerzen kommen, und können daher gezielt etwas dagegen tun. Das sind die sogenannten symptomatischen Schmerzen. Anders liegt der Fall bei den „primären Kopfschmerzen“. Sie sind ein eigenes Krankheitsbild und bedürfen spezifischer Behandlung. Wenn die Beschwerden also ohne ersichtlichen Grund auftreten, häufig wiederkehren oder lange anhalten, sollte ärztlicher Rat gesucht werden – schon allein deshalb, weil eine längerfris­tige Einnahme von Schmerzmitteln alles andere als gesund ist. „Dies kann nämlich selbst Kopfschmerzen auslösen oder andere körperliche Schäden, etwa an den Nieren oder der Leber, verursachen“, warnt Maria Binder, Fachärztin für Anästhesie und Schmerztherapie. Sie empfiehlt als Hilfe für die Diagnosestellung das Führen eines Kopfschmerz-Tagebuchs, in dem Datum, Uhrzeit, Stärke, Charakter, Lokalisation und Begleiterscheinungen der Schmerzen festgehalten werden. Eine der häufigsten Diagnosen ist dabei Migräne.

Migräne. Der pulsierend-pochende Schmerz dieses gefürchteten Leidens tritt in der Regel nur in einer Kopfhälfte auf und wird meist von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärm­empfindlichkeit begleitet. Beginnend in der Nackenregion, breitet sich der Schmerz über Kopf, Schläfen und Gesicht aus. Er verstärkt sich bei körperlicher Aktivität. An diesem Attackenkopfschmerz leiden rund 14 Prozent aller Frauen, in der Altersgruppe zwischen 35 und 45 Jahren sind sie sogar dreimal häufiger betroffen als Männer. „Insgesamt sind Migräneattacken beim weiblichen Geschlecht länger und intensiver als beim männlichen“, so Maria Binder. Eine Migräneattacke kann zwischen vier und 72 Stunden andauern. Eine echte Migräne ist leider unheilbar. „Sie beruht auf einer Funktionsstörung des Gehirns, das dadurch auf innere und äußere Reize besonders empfindlich reagiert“, erklärt die Ärztin. „Diese Überreizung führt zu einer Entzündung an den Blutgefäßen von Gehirn und harter Hirnhaut. So kommt es zu den Schmerzen.“

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