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Millennials: Eine gut ausgebildete, aber arme Generation

Viele glauben, dass die Millennials eine verwöhnte Generation sind. Doch eine Studie zeigt das Gegenteil: Sie haben es schwerer, als jene vor ihnen.

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Millenials
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Millennials werden oft belächelt: "Ihr könnt nicht eine Sekunde ohne Handy auskommen!", sagt man. Oder: "So gut wie du hatte ich es damals nicht. Ich konnte nicht einfach ewig studieren und dann herumreisen, in deinem Alter musste ich gleich arbeiten gehen!" Solche Sätze hören die Mittzwanziger meistens von den eigenen Eltern oder Bekannten in jenem Alter.

Sie sind die Netz-Generation, auch Generation Y genannt. Geboren zwischen 1980 und 1994, sind die Millenials zwischen 38 und 24 Jahren alt. Das heißt, dass sie eigentlich schon mitten im Arbeitsleben stehen müssten, am besten mit Eigentumswohnung, Auto und Kind. So war es doch auch bei Generation X und den Baby Boomers, also den Vorgängern der Millennials.

Ein Haus, Geld und Kinder? Die Millennials lassen sich Zeit.

Tatsächlich ist Gen-Y ja wirklich die gebildetste Generation. Klar, ein Hochschulabschluss und Studium müssen nicht unbedingt etwas über die Intelligenz eines Menschen aussagen. Aber es melden sich jährlich immer mehr Menschen für die Universitäten an und das zeugt von einem Wunsch nach Bildung!

Trotzdem ist es nicht so, als hätten die Millennials einfach einen Freifahrtschein für das Leben. Ja, sie studieren manchmal lang oder sogar öfters. Ja, sie geben mit ihrem Lifestyle auch mal in den sozialen Median an. Und ja, sie wirken manchmal so, als hätten sie die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Aber das bedeutet nicht, dass sie es im Arbeitsleben so einfach haben!

Gen-Y hat seine Schwächen, aber leicht haben sie es auch nicht immer.

Eine amerikanische Großstudie wirft einen genauen Blick auf die missverstandene Gen-Y. Und die Ergebnisse sprechen für sich! Denn in einem Punkt haben die Baby Boomers nämlich ganz und gar nicht Recht: Das Vermögen der Millennials beträgt nicht einmal die Hälfte dessen, was die Baby Boomers im selben Alter schon besaßen! Und zum Thema studieren: Die akademische Weiterbildung ist immer noch der beste Weg in ein finanziell abgesichertes Leben.

Natürlich hat diese Studie vor allem das Leben amerikanischer Millenials untersucht, doch die zwei oben genannten Punkte kann man mit Sicherheit auch auf (West)Europas Gen-Y beziehen. Diese jungen Menschen sind in jener Zeit großgeworden, als die Wirtschaftskrise die Welt erschütterte. Sie haben 9/11 erlebt, hören fast wöchentlich von Terroranschlägen und Amokläufen. Und trotzdem streben sie nach mehr und sind motiviert, ein vollwertiger Teil der Gesellschaft zu werden!

Thema: Report

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