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Ministerin Doris Bures: „Ich bin harsch, na und?“

Österreichs neue Frauenministerin im WOMAN-Talk über ihre Pläne, über ihre Durchsetzungsstärke und warum sie gegen Schönheitsoperationen ist.


Ministerin Doris Bures: „Ich bin harsch, na und?“
© Stemmer

Mit 28 Jahren bekommt die gelernte Zahnarztassistentin einen Sitz im Nationalrat. Als Bundeskanzler Alfred Gusenbauer Parteichef wird, holt er seine Weg-begleiterin als SPÖ-Managerin in die Par-teizentrale. Der Mut- ter einer 20-Jährigen – sie lebt mit dem Vater ihres Kindes seit 25 Jahren in Lebensgemeinschaft – wird enormer Kampfgeist und große Durchsetzungsstärke nachgesagt. Frauenministerin Doris Bures im großen WOMAN-Interview:

Woman: Man hört, Sie hätten sich bis zuletzt gegen das Amt gesträubt. Ist das denn eine gute Voraussetzung, die Frauen zu vertreten?
Bures: Es ist ein Gerücht, dass ich mich geweigert hätte. Ich wurde gefragt und habe mit großer Freude zugesagt.
Woman: Sie waren auf der Handelsschule und sind Zahnarzthelferin. Was qualifiziert gerade Sie für dieses Amt?
Bures: Ich bin seit 15 Jahren Parlamentarierin und habe große politische Erfahrung. Ich habe in meiner bisherigen politischen Tätigkeit bewiesen, dass ich etwas weiterbringe. In der Frauenpolitik ist das etwas ganz Wesentliches. Eine der größten Frauenministerinnen der Geschichte der Zweiten Republik war Johanna Dohnal. Und sie war Verkäuferin.
Woman: Das war eine andere Zeit.
Bures: Jedenfalls kann man mir großen Arbeitseinsatz nicht absprechen.
Woman: Die meisten Ihrer Mitarbeiter sind vermutlich höher qualifiziert. Wie fühlen Sie sich dabei?
Bures: Ich war bisher auch berufstätig. Ich bin Präsidentin der Mietervereinigung und arbeite mit rund dreißig Juristen und Juristinnen in Mietrechtsfragen im Team. Ich war Bundesgeschäftsführerin und habe de facto ein Unternehmen geführt – und hatte nie ein Problem. .

Das ganze Interview lesen Sie im neuen WOMAN