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"Miss Bum Bum": Fußball + Sexismus

Von 12. Juni bis 13. Juli findet in Brasilien die Fußball-WM 2014 statt. Im Vorfeld wird mit sexistischen "Miss Wahlen" die Werbetrommel gerührt.

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"Miss Bum Bum": Fußball + Sexismus

Derzeit in Brasilien gesucht: Die "Miss Bum Bum"

© Thinkstock

Wie bindet man Frauen auf adäquate Weise in eine der größten Sport-Events des Jahres ein? Offenbar kleidet man sie am Besten in knappe Tangas und lässt sie mit halbnackertem Hintern Fußball spielen.

Von 12. Juni bis 13. Juli findet in Brasilien die Fußball-WM statt – und schon jetzt bemüht man sich im Gastgeberland, mit sonderbaren Events die Vorfreude weiter zu schüren. Da wäre etwa eine Miss-Wahl mit dem ansprechenden Namen "The Miss Butt World Cup" – zu deutsch: "Die Miss Hintern Weltmeisterschaft".

Die Kandidatinnen wetteifern dabei nicht nur beim Kicken in knappsten Strings, sondern müssen auch knifflige Fragen (etwa: "Wer ist der metrosexuellste Spieler der WM?") beantworten. Man will sich ja nicht dem Vorwurf aussetzen, eine "Miss Hintern" hätte nur optische Attribute zu bieten und würde damit dem dumpfen Stereotyp der geistig einfachen, aber sexy Latina entsprechen.

Derzeit sind bei der Competition nur mehr 11 Kandidatinnen im Rennen – am 5. März wird die glückliche Gewinnerin gekürt. Ihr Preis? Sie darf sich fortan als "Muse der Fußball WM 2014" bezeichnen. Ob dies mit der FIFA akkordiert wurde steht freilich zu bezweifeln.

Thema: Sexismus