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Wahl zur Miss Peru 2018: Warum diese Beauty-Queens Heldinnen sind

Bei der Wahl zur Miss Peru beschlossen die Teilnehmenden vor laufender Kamera statt ihre Körpermaße anzugeben, weitaus bewegendere Zahlen zu nennen.

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Warum diese Beauty Queens Heldinnen sind
© Screenshot/ YouTube Guardian Wires

Allzu oft hat man sich schon lustig gemacht über Miss-Wahlen, weil die darin teilnehmenden Damen Fragen zu Politik und Gesellschaft im Rahmen des Wettbewerbs am liebsten ganz allgemein und umfassend mit "Weltfrieden" beantworteten. Aber die Frauen bei der Wahl zur Miss Peru wurden da eindeutig differenzierter und nutzen die mediale Aufmerksamkeit für ein ganz anderes Anliegen.

Denn bei einem Punkt im Programm der diesjährigen Miss-Wahl in Südamerika nannten die jungen Frauen nicht wie gewünscht ihre Maße zu Bauch, Bein, Po, sondern gewichtigere Zahlen: Sie zitierten stattdessen Statistiken zu Gewalttaten gegen Frauen in ihrem Land. Darunter waren, wie Buzzfeed News berichtete, beispielsweise Meldungen wie diese:

"Mein Name ist Melina Machuca und ich repräsentiere die Provinz Cajamarca. Meine Maße sind: Mehr als 80 Prozent aller Frauen meiner Stadt haben bereits Gewalt erlebt."

"Mein Name ist Camila Canicoba und ich repräsentiere die Provinz Lima. Meine Maße sind: In den letzten 9 Jahren gab es in meinem Land 2.202 Morde an Frauen."

"Mein Name ist Juana Acevedo. Meine Maße sind: Mehr als 70 Prozent aller Frauen in unserem Land wurden Opfer von Belästigungen auf der Straße."