Ressort
Du befindest dich hier:

Mode im Job: ansprechende Berufskleidung für Frauen

Nicht in jedem Beruf ist es möglich, sich so individuell und abwechslungsreich zu kleiden, wie in einem Bürojob: Überall dort, wo zwecks Sicherheit oder Hygiene bestimmte Vorschriften für die Bekleidung gelten, haben Frauen in modischer Hinsicht meist das Nachsehen. In manchen Berufszweigen ist die Auswahl oft sogar so eingeschränkt, dass eigentlich nur noch die Wahl zwischen kurzen und langen Hosenbeinen bleibt.


Mode im Job: ansprechende Berufskleidung für Frauen
© iStockphoto.com

Besondere Kleidung für bestimmte Berufe

In welchem Beruf spezielle Kleidung vorgeschrieben ist richtet sich vor allem danach, welche Aufgaben und Gefahren mit der Arbeit verbunden sind. An Arbeitsplätzen, bei denen Hygiene eine große Rolle spielt, ist so zum Beispiel oft ein Haarnetz oder ein Mundschutz Pflicht, ferner sind Kleidungsstücke von Vorteil, die oft und bei hohen Temperaturen gewaschen werden können. Im Handwerk und überall dort, wo sonst noch viel mit schweren Maschinen gearbeitet wird, ist hingegen eine bestimmte Schutzausrüstung Voraussetzung, zum Beispiel Kleidung aus feuerfestem Material oder Schuhe mit integrierten Stahlkappen.

Vom Gesetzgeber wird für jeden solchen Berufszweig geregelt, welche Anforderungen die Bekleidung mindestens erfüllen muss. So gibt es für Schutzkleidung verschiedene Schutzklassen, die je nach Beruf unterschiedlich ausfallen. Damit soll der Körper möglichst gut vor den typischen Gefahren des jeweiligen Umfelds geschützt werden. Auf der Baustelle oder in der Werkstatt eignen sich daher Kleidungsstücke, die an kritischen oder stark beanspruchten Stellen speziell verstärkt wurden, um häufig auftretenden Verletzungen wirksam vorzubeugen. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele andere gute Gründe für eine hochwertige Arbeitskleidung — so etwa wissen viele Menschen, die beruflich den ganzen Tag auf den Beinen sein müssen, leichte und komfortable Schuhe sehr zu schätzen; wer in einer Küche arbeitet, profitiert von einem rutschfesten Schuhwerk.

Im Handwerk ist die Auswahl am schlechtesten

In einem gewissen Maß darf der Arbeitgeber sogar die optischen Merkmale der Berufsbekleidung vorgeben. So ist es denkbar, dass ein Unternehmen die Farben bestimmt, die die Kleidung haben darf, wenn es damit die Außenwirkung der Firma oder die Einheit eines Teams unterstreichen möchte. Man denke an ein gehobenes Restaurant: Dort ist es kaum vorstellbar, dass sich das Personal individuell kleidet — hier trägt das einheitliche, gepflegte Auftreten entschieden zum edlen Ambiente bei. In manchen Handwerksbranchen wird zudem eine ganz speziell gestaltete Zunftbekleidung gefordert, in der sich die lange Tradition des Berufes spiegelt.

Anders sieht es in Berufen aus, die nach wie vor hauptsächlich von Männern ausgeübt werden. So gibt es zum Beispiel in den handwerklichen Jobs kaum geeignete Alternativen für Frauen. Denn obwohl sich allmählich immer mehr Damen für einen Beruf mit technischem Hintergrund begeistern können, sind sie in diesen Feldern noch immer entschieden in der Minderzahl, die Nachfrage nach spezieller Berufsbekleidung für Frauen ist gering.

Oft kommt es deshalb dazu, dass Frauen bei der Arbeit in einem männlich dominierten Umfeld — zum Beispiel als Tischlerin, Mechanikerin oder im Hoch- und Tiefbau — auf Berufskleidung zurückgreifen müssen, die für Männer entworfen wurde. Damit ist die Kleidung natürlich auch nur auf die körperlichen Eigenschaften zugeschnitten, die charakteristisch für den männlichen Körperbau sind: Die Hüfte ist schmaler, die Taille gerader, der Po und die Brust flacher. Wer mit besonders weiblichen Formen ausgestattet ist und schon einmal spaßeshalber versucht hat, in eine Herrenhose zu schlüpfen, erkennt die Problematik sofort — entweder, die Hose passt an den Beinen angenehm, mag aber nicht so recht über den Po rutschen, oder sie sitzt bequem um die Hüfte herum und hängt ansonsten wie ein nasser Sack herab. Für Schutzkleidung bedeutet das im schlimmsten Fall, dass der schützende Effekt verloren geht, weil verstärkte Stellen oder Protektoren an der völlig falschen Stelle sitzen.

Neue Berufsmode für Frauen

Durch Förderaktionen wie den seit 2002 alljährlich stattfindenden Girls' Day oder das Programm "Frauen in Handwerk und Technik" (FiT) entdecken immer mehr Mädchen und junge Frauen, dass sie ihre Begeisterung für Technik oder ihr handwerkliches Geschick auf vielfältige Weise beruflich nutzen können. Mit dem wachsenden Interesse an bisher untypischen Karrieren für Frauen steigt nun auch das Bewusstsein für feminin geschnittene, modische Berufsbekleidung, und vereinzelt gibt es bereits wirklich gute Alternativen zur dürftig umfunktionierten Herrenausstattung. Mehr und mehr Firmen verstehen, dass Frauen ihre ganz eigene Vorstellung davon haben, wie ansprechende Schutz- und Arbeitskleidung aussehen sollte, und nehmen entsprechende Modelle in ihr Sortiment auf.

Wirklich umfangreich ist zum Beispiel das Sortiment bei engelbert-strauss.at, einem Traditionshersteller für hochwertige Arbeitsbekleidung, der schon seit einiger Zeit sein Angebot für Frauen stark ausbaut. Der größte Unterschied zwischen Arbeitskleidung für Männer und Frauen ist klar — die Schnitte sind speziell auf die jeweiligen Körperformen zugeschnitten, damit die Ausstattung bei der Arbeit immer optimal sitzt und komfortabel zu tragen ist. Doch wo Männer sich oft mit schlichten, bewährten Designs zufrieden geben, wollen Frauen mehr: Sie möchten Kleidung, die zu ihrem individuellen Stil passt und sich vom langweiligen Einheitsbrei abhebt. Darauf gehen zunehmend mehr Hersteller ein, und so gibt es Arbeitskleidung für Damen mitunter in fröhlichen, starken Farben und mit modischen Details, die man gleich viel lieber trägt. Und auch im Hinblick auf schützendes Schuhwerk gibt es mittlerweile eine deutlich bessere Auswahl. Die Zeiten, in denen Sicherheitsschuhe klobig und maskulin aussahen, sind vorbei, heute gibt es Modelle, die sportlich und leicht wie ein Freizeitschuh wirken und speziell für die weibliche Fußform entwickelt wurden.

Auch, wenn die Auswahl an modischer Schutz- und Arbeitskleidung für Frauen in bestimmten technischen Berufen noch immer spärlich ist, zeigt sich also allmählich ein Trend in die richtige Richtung. Immer mehr Hersteller entwickeln ein Gespür dafür, welche Ansprüche die weibliche Kundschaft wirklich an alltagstaugliche Berufsbekleidung stellt, und entwerfen ansprechende, neue Mode für Frauen, die auch im Job auf ihr Erscheinungsbild achten möchten.

WOMAN Newsletter

Deine täglichen Infos per Mail: News, Gewinnspiele und tolle WOMAN-Aktionen.

Ja, ich möchte den WOMAN-Newsletter erhalten. Ich nehme zur Kenntnis, dass ich die Newsletterzusendung jederzeit durch den in jedem Newsletter enthaltenen Abmeldelink widerrufen kann.