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Model Jamie King: Size-Zero-Bann ist Bodyshaming

In Frankreich verbietet das Magermodel-Gesetz die Beschäftigung von Size Zero-Models. Nun sagt Topmodel Jamie King: "Auch das ist Bodyshaming!"

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Model Jamie King: Size-Zero-Bann ist Bodyshaming

Jamie King: "Dünnen Models darf die Arbeit nicht verboten werden."

© Instagram/JamieKing

In Frankreich, Spanien und Israel sind Size Zero-, also extrem dünne Models, per Gesetz vom Catwalk verbannt. Wer sie doch beschäftigt, riskiert eine Strafe in Höhe von bis zu 75.000 Euro.

Auch die Luxuskonzerne Kering und Moët Hennessy Louis Vuitton SE (LVMH), zu denen Designer-Labels wie Gucci, Saint Laurent, Louis Vuitton, Givenchy, Fendi, Marc Jacobs oder Dior gehören, formulierten eine "Charta für die Zusammenarbeit mit Models und deren Wohlbefinden". Kurz zusammengefasst steht drin: Wer auf den Laufsteg will, muss ein Attest vorlegen können. Beschäftigt werden nur noch Frauen ab Größe 34 und Männer ab 44, mit einem Body-Mass-Index nicht unter 19 bei Frauen und 20 bei Männern.

Das ist immer noch sehr schlank – aber wirkt eben nicht mehr "ungesund dürr".

Topmodel: Magermodel-Gesetz ist genauso Bodyshaming

Während diese Änderung weltweit bejubelt wird, spricht sich nun erstmals ein Topmodel gegen das Verbot der apostrophierten Magermodels aus. Jamie King, früher gut gebuchtes High Fashion-Gesicht und mittlerweile als Schauspielerin erfolgreich, in einem Interview mit der "New York Post": "Ultradünnen Models die Arbeit zu verbieten ist genauso unfair, wie kurvige Models nicht für den Laufsteg zu buchen. Beides ist eine Form von Bodyshaming!"

Sie selbst sei extrem mager, habe aufgrund ihrer Endometriose und des dadurch verursachten hormonellen Durcheinanders Schwierigkeiten, Gewicht zuzulegen. "Auf Instagram schreiben mir die Leute immer wieder, ich soll doch mal einen Hamburger essen, ich sei ein Gerippe und deshalb hässlich."

Die zweifache Mutter Jamie King findet es zwar gut, dass keine Models mehr unter 16 Jahren über den Laufsteg defilieren dürfen."Aber ein Arbeitsverbot für dünne Mädchen auszusprechen, ist diskriminierend. Man wird für seine Figur bestraft – dabei laboriert nicht jede sehr schlanke Frau Essstörung."

Wie seht ihr das?!?