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Moderne Behandlungsmethoden für den Grauen Star

Die Begriffe Grauer Star oder auch Katarakt beschreiben eine Trübung der Augenlinse. Spezifisch für den Grauen Star ist eine graue Färbung im Auge.


Moderne Behandlungsmethoden für den Grauen Star
© pixabay.com

Insbesondere Personen im Alter von über 60 Jahren sind von diesem Krankheitsbild betroffen. Aus diesem Grund wird oft auch von einem Alterskatarakt gesprochen. Das Problem kann nicht mit Medikamenten behoben werden. Ein operativer Eingriff ist in den meisten Fällen notwendig, um Grauen Star zu entfernen. Dafür stehen verschiedene Behandlungsmethoden bereit.

Operation Grauer Star: Allgemeine Vorgehensweise

Während der Operation wird die getrübte Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Die Operation findet unter örtlicher Betäubung statt. Es ist sogar möglich, die OP ambulant durchführen zu lassen.

Sind beide Augen betroffen, wird das stärker getrübte Auge zuerst operiert. Es muss vollständig betäubt werden. Die Betäubung kann sowohl mit Tropfen als auch mit einer Injektion durchgeführt werden. Um die Linse zu entfernen, ist lediglich ein minimaler Schnitt von zwei bis drei Millimetern erforderlich. Es ist in der Regel nicht notwendig, den Einschnitt zu vernähen.

Mit einem Ultraschall werden die Rinde und der Kern der Linse verflüssigt. Dieser Vorgang nennt sich Phakoemulsifikation. Durch den Einschnitt lässt sich die Flüssigkeit abführen. Die künstliche Linse wird anschließend in das Auge eingeführt und dort mit der Kapselovale verankert.

Die moderne Variante der künstlichen Linse wird in zusammengeklappter Form in das Auge eingelegt. Sie entfaltet sich erst im Auge in die tatsächliche Form. In sehr wenigen Fällen kommen auch heute noch Linsen zum Einsatz, die sich nicht im Auginneren aufklappen.

Grauen Star mit Laser operieren

In der Vergangenheit wurde der Einschnitt im Auge mit einem Skalpel vorgenommen. Moderne Behandlungsmethoden verwenden dazu heute einen Präzisionslaser. Ein Laser bietet eine Vielzahl von Vorteilen für den Patienen:

  • Präziser Einschnitt mit minimaler Reizung des Auges
  • Schneller Verlauf der Operation
  • Für jedes Krankheitsstadium geeignet

Die Verwendung eines Lasers erlaubt es dem Arzt, einen perfekten und hochpräzisen Einschnitt vorzunehmen. Der Laser ist dabei ein Vielfaches schneller als die Arbeit mit einem Skalpel. Die moderne Technologie minimiert zusätzlich das Risiko von ungewollten Verletzungen. Der Kontakt mit dem Auge ist nahezu nicht vorhanden. Selbst am Tag der Operation ist die Auswirkung auf den Patienten minimal. Dies beschleunigt die anschließende Heilung enorm.

Tipp: Obwohl die Behandlung mit einem Laser sich immer weiter durchsetzt, stehen einige Patienten der Prozedur skeptisch gegenüber. Auf Webseiten wie medidate.de stehen detaillierte Informationen zur Vorgehensweise bereit. Dort werden alle relevanten Fragen rund um den Eingriff beantwortet. Wer sich ausreichend informiert, kann anschließend eine fundierte Entscheidung über die bevorzugte Behandlungsmethode treffen.

Vorbeugemaßnahmen: Grauen Star

Die Ursachen für Grauen Star sind von unterschiedlicher Natur. Sie lassen sich grundsätzlich in vier grobe Bereiche einteilen:

  • Altersbedingt – durch die Abnutzung der Linse
  • Stoffwechselerkrankung – z. B. Begleiterscheinung von Diabetes
  • Physikalische Einflüsse – Verletzung des Auges
  • Angeboren – als Folge von Infektionserkrankungen in der Schwangerschaft

Vorbeugende Maßnahmen lassen sich im Fall von Grauem Star nur schwer treffen. Es gibt allerdings eine Reihe von Umständen, die eine Bildung begünstigen können. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können sich negativ auf das Auge auswirken. Eine unausgewogene, einseitige Ernährung kann Diabetes hervorrufen, was dann den Grauen Star ebenfalls begünstigen kann. Hier sollten achtsam die Gewohnheiten überprüft werden. Darüber hinaus ist es ratsam, die Augen generell vor direkter Sonneinstrahlung zu schützen.