Ressort
Du befindest dich hier:

Die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts kommt!

Die diesjährige totale Mondfinsternis ist mit einer Stunde und 43 Minuten höchstwahrscheinlich die längste, die wir je erleben werden!

von
Kommentare: 0

Die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts kommt!
© iStock

Am 27. Juli tut sich am Himmelszelt so einiges: So wird am Freitagabend mit einer Stund und 43 Minuten vermutlich die längste Mondfinsternis zu sehen sein, die wir jemals beobachten werden. Erst die Finsternis im Jahr 2123 wird drei Minuten länger. Zeitgleich ist noch dazu der Mars außergewöhnlich gut sichtbar. Voraussetzung dafür ist natürlich gutes Wetter, aber auch in diesem Punkt scheint uns das Glück gewogen.

Dem nicht genug: Die Finsternis fällt dieses Jahr besonders beobachtungsfreundlich auf einen Freitag. Die totale Phase dauert von 21:30 bis 23:13, die maximale Verfinsterung ist um 22:22 erreicht. Ab 20:30 sollte man sich aber in Position begeben, um das Spektakel best- und längstmöglich beobachten zu können! Bis es der Mond wieder aus dem Halbschatten der Erde geschafft hat wird es aber 1:30 Uhr. Es ist also durchaus Durchhaltevermögen gefragt!

Wie entsteht eine totale Mondfinsternis?

Eine Mondfinsternis kommt zustande, wenn der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. Bei einer totalen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in einer Linie und der Mond taucht vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Die Grafik oben verdeutlicht die Konstellation von Sonne, Erde und Mond bei der Mondfinsternis. Die Rotfärbung des Mondes entsteht durch die Lichtbrechung in der Atmosphäre im Kernschatten. Befindet sich der Mond im Halbschatten, erscheint er eher gelblich.

Wo beobachte ich die Mondfinsternis am besten?

Will man die Mondfinsternis beobachten, ist Lichtverschmutzung unser größter Feind: Such dir also einen Ort mit möglichst wenig Beleuchtung. Der Platz sollte außerdem nach Osten und Süden freie Sicht bieten! Also einfach Decke und Proviant einpacken und ein abgeschiedenes Plätzchen suchen, um das Spektakel zu beobachten.

Public Viewing in und um Wien

Gerade in unserer Hauptstadt bieten sich aber noch andere Möglichkeiten: Neben der Urania Sternwarte, die am Freitag ab 20 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet ist, gibt es in Wien und Umgebung einige Orte, bei denen man im Beisein von Astronomen dem Spektakel in geselliger Runde fröhnen kann: Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie lädt an gleich drei Orten zur „Sommernacht der roten Gestirne“ und hat natürlich Fernrohre mit dabei: Jeweils ab 20 Uhr finden öffentliche Beobachtungen am Cobenzl 94 (beim Luftschloss) im 19. Bezirk, auf der Sophienalpe (Sofienalpenstraße 113) in Penzing sowie auf dem Laaerberg in Favoriten (Vollnhoferplatz).

Auch das Astronomische Büro Wien stellt Teleskope und Expertenwissen zur Verfügung – und zwar im „Freiluft-Planetarium Sterngarten Georgenberg“ im 23. Bezirk (nahe der Wotrubakirche, ab 20.30 Uhr). Der Verein Kuffner Sternwarte lädt zum Public Viewing außerhalb Wiens in Großmugl (Bezirk Korneuburg) – ganz ohne die Wiener Lichtverschmutzung: Ab 20 Uhr wird auf der Leebergwiese auf die Mondfinsternis gewartet. Die Teilnahme bei allen Veranstaltungen ist frei. Juchu!

Die nächsten Mondfinsternisse in Österreich finden am 21. Jänner 2019, bei der aber nicht die totale Phase der Finsternis sichtbar ist, und am 31. Dezember 2028 statt. Die beiden nächsten sind aber wesentlich kürzer als die diesjährige. Eine Mondfinsternis, die in Österreich ähnlich lange wie die aktuelle zu sehen ist, werden zumindest wir nicht mehr erleben - also raus mit euch!

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .