Ressort
Du befindest dich hier:

Monokini 2.0 - der Badeanzug für Brustkrebsüberlebende

Unter dem Titel "Monokini 2.0" wurden von finnischen Modeschaffenden acht Badeanzüge spezifisch für Frauen kreiert, die an Brustkrebs erkrankt waren - und dies nicht verstecken wollen.

von

Monokini 2.0
© Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät/ Fotos: Pinja Valja

Elina Halttunen wollte eigentlich nur einen Badeanzug kaufen. Aber bei ihrem Shoppingtrip musste sie feststellen, dass die Welt der Bademode nichts mehr Passendes für sie parat hatte. Denn aufgrund ihrer Brustkrebserkrankung wurde ihr eine Brust amputiert und sämtliche Badeanzüge und Bikinis waren allesamt auf die Stereo-Variante ausgerichtet.

So entstand die Idee zum Monokini 2.0, der eine wunderbare Umsetzung durch das Kunstduo Tärähtäneet ämmät und Nutty Tarts in Kooperation mit zahlreichen finnischen Modeschaffenden fand: Gemeinsam schuf man acht Badeanzüge für Brustkrebsüberlebende - die sich ebenso als Models für das Kunstprojekt präsentierten.

Im Fokus des Vorhabens war vor allem das Bild der Frau in unserer Kultur - und wie wir uns Frauen in Bikini und Co vorstellen. Diese Vorstellung und unser Schönheitsideal soll erweitert werden, und Frauen, die eine Mastektomie durchmachen mussten die Chance geben, sich schön zu finden, ohne sich verstecken zu müssen.

Darüber hinaus ist der Monokini 2.0 ein Spiel mit Tabus und der Annahme, was angemessen ist. Schließlich wird beim Monokini 2.0 eine Brust entblößt - die aber ja gar nicht mehr da ist. Ist dies dann ebenso Nacktheit, auch wenn man das Vermeintliche gar nicht mehr sieht?

Monokini 2.0

Und damit es die Badeanzüge auch tatsächlich zu kaufen gibt, hat man gerade eine Crowdsourcing-Aktion auf Kickstarter gestartet. Um die Umsetzung zu finanzieren, kannst auch du deinen Beitrag hier leisten: kickstarter.com

Mehr auf monokini2.com.

Monokini 2.0
Monokini 2.0
Monokini 2.0