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Millennial Monopoly: Hier gewinnst du mit Erfahrung!

Viele fühlen sich von der neuen Version des Klassikers Monopoly verarscht, denn das Spiel bedient alle Klischees, die mit Millennials assoziiert werden.

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millennial monopoly
© walmart.com

Wenn man den Prototyp eines Millennials erschaffen müsste, würde er wie folgt aussehen: Ein Avocadotoast essender Mensch, der von den gesundheitlichen Vorteilen des Ölziehens spricht, während er einen Joint in der Hand hält. Das Millennial-Girl trägt vorzugsweise Dr. Martens und ein Bauchtascherl, während der Millennial-Boy an seinem gepflegten Bart herumspielt. Beide preisen ihre letzte Bali-Reise an und beide haben schon mehr Praktika gemacht, als sie je echte Jobs machen werden.

Viele dieser Klischees sind natürlich überspitzt und treffen nicht auf alle Personen zu, die zwischen 1980 und 1994 geboren sind. Doch viele dieser kleinen Eigenschaften passen schon zu der gut ausgebildeten, aber durchaus armen Generation. Genau dieser Klischees hat sich Spielehersteller Hasbro bedient und eine neue Version seines Klassikers Monopoly kreiert: Millennial Monopoly!

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Und auch, wenn das Spiel auf den ersten Blick wie ein Fake aussieht, muss man zugeben, dass sie einige Punkte schmerzlich korrekt hingekriegt haben. Deshalb sind auch einige Leute im Netz ein bisschen eingeschnappt, da sie sich von Hasbro ertappt oder eben veräppelt fühlen. "Ich weiß nicht, warum es dieses Monopoly gibt. Viele von uns Millennials können es sich nicht mal leisten, so viele 'Erfahrungen' zu machen. Bin enttäuscht.", schreibt eine Userin auf Twitter und zielt damit auf die kleinen des Spielverlaufs ab.

Wie unterscheidet sich die neue Version vom Klassiker?

Geld? Braucht man nicht! Wer braucht heutzutage noch Geld zum Leben? Na klar, bei vielen Praktika bekommt schon eine Bezahlung, aber die ist manchmal so marginal, dass man sich wirklich nur noch an den Gedanken "Hey, das macht sich gut im Lebenslauf" klammern kann. Im neuen Monopoly besucht man also auch neue Orte und sammelt dort Erfahrungen. Und zumindest im Spiel kann man mit diesen auch wirklich gewinnen...

Häuser? Kann sich eh keiner leisten! Wo die Eltern noch mit Ende 20 schon dabei waren ihr Kleinfamilienhaus fleißig abzubezahlen, stehen Millennials im selben Alter häufig vor der Frage, ob man sich vielleicht schon eine eigene Wohnung mieten kann, oder ob eine WG nicht doch kostengünstiger ist. In einer aktuellen amerikanischen Großstudie hat sich gezeigt, dass die junge Generation tatsächlich nicht einmal die Hälfte dessen besitzt, was die Baby Boomers (geboren zwischen 1955 und 1969) im selben Alter besaßen! Kein Wunder also, dass auf der Monopoly-Schachte groß geschrieben steht: "Vergiss Immobilien, die kannst du dir eh nicht leisten!"

Spielfiguren? Nein, Emojis! Hündchen oder Zylinder sind total out. Die Millennials kommunizieren ja ohnehin nur mehr durch Emojis. Deshalb passt es auch, dass man als tränenlachendes Smiley oder Hashtag über das Spielbrett laufen kann!

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Zurzeit gibt es das Millennial Monopoly nur in Amerika zu kaufen und zwar beim Großhandelsriesen Walmart. Da kostet das gute Spiel aber auch "nur" 18 Euro. Gut investierte Erfahrung, würde ein Millennial wohl sagen!

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