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Verdächtiger im Mordfall Peggy festgenommen

Im rätselhaften Mordfall um das neunjährige Mädchen Peggy aus Oberfranken hat es eine Festnahme gegeben.

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Verdächtiger im Mordfall Peggy festgenommen
© glomex

Im mysteriösen Mordfall Peggy hat es eine Festnahme gegeben. Ohne Nennung weiterer Einzelheiten bestätigte der Bayreuther Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel die Festnahme. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung und des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) soll es sich bei dem Festgenommenen um Manuel S. handeln, laut "Bild" lautet der Haftbefehl gegen ihn auf Mord. Der heute 41-Jährige stand bereits seit September im Mittelpunkt der Ermittlungen. Damals soll er in angetrunkenem Zustand gesagt haben, dass er die Leiche des Mädchens vergraben habe. Einen Mord oder ein Tötungsdelikt habe der Mann immer geleugnet.

Am 7. Mai 2001 verschwand die damals neunjährige Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg. Ihre sterblichen Überreste wurden 15 Jahre später, am 2. Juli 2016, in einem Waldstück in Thüringen entdeckt, rund zwölf Kilometer Luftlinie von Lichtberg entfernt

Mysteriöser Mordfall, viele Justizpannen

Der Mordfall Peggy zählt zu den mysteriösesten Kriminalfällen in Deutschland. In dem Fall wurde der geistig behinderte Ulvi K. 2004 bereits wegen Mordes verurteilt, dieses Urteil wurde aber 2014 wieder aufgehoben. Außergewöhnlich daran war, dass die Verurteilung allein aufgrund eines Geständnisses von K. erfolgte, das dieser jedoch widerrufen hatte; eine Leiche oder sonstige Beweisspuren für den vorgeworfenen Mord gab es nicht. In dem Fall hatte es aber noch eine Reihe weiterer Justizpannen gegeben. So war die Polizei mit der Information nach außen gegangen, dass DNA-Spuren des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt am Fundort von Peggys Leiche entdeckt worden waren – das erklärte sich dann aber mit einer Verunreinigung von Gerätschaften der Polizei.

Haftbefehl im Mordfall Peggy in Deutschland

Thema: Report