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Moretti: „Angekommen ist man nie!“

TOBIAS MORETTI. Einen fiesen Patriarchen spielt der Tiroler in „Das finstere Tal“. In WOMAN erzählt er, wie er die eigene Rolle als Familienvater sieht und welche Ziele er sich steckt.

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Filmszene aus "Das finstere Tal"

Filmszene aus "Das finstere Tal"

© Allegro Film - Thomas W. Kiennast

Tobias Moretti, der viel Wert auf die Familie legt, gehört seit 25 Jahren zur ersten Liga der deutschsprachigen Schauspieler: „Ich habe drei Kinder, das sind Leben, die einem in Obhut gegeben wurden.

Es gibt Sachen, über die darf man nicht reden“, sagt Luzi, eine junge Frau, als ersten Satz im rabiat-bäuerlichen Alpenfilm „Das finstere Tal“. Man darf darüber nicht reden, dass eine Familie das ganze Tal unterdrückt. Dass die Söhne eines Großbauern sich jede Frau schnappen können und am liebsten die Bräute des Tales noch vor ihrer Hochzeitsnacht vergewaltigen.

Tobias Moretti, 54, hat eine wortkarge Rolle in dieser wahren Geschichte aus dem 19. Jahrhundert, teilt seine Befehle durch seine Mimik aus. Das Leben auf dem Land ist ihm nicht fremd. In Gries am Brenner geboren, kaufte er vor einiger Zeit einen Alpenhof oberhalb von Innsbruck, den er mit seiner Frau, der Oboinisten Julia, und „Onkeln und Hilfen“ bewirtschaftet. 20 Kühe müssen gemolken werden, „da gibt es keinen Sonntag.“ Und der Hof ist ein idealer Rückzugsort für den viel beschäftigten Film- und Theaterschauspieler und seine Kinder Antonia 15, Lenz, 13, und dem „Nachzügler“ Rosa, 3, laut ihrem Vater ein echter Wildfang. Der Ex-Rex-Kommissar spielt diese Saison in München Theater, für die nächste Spielzeit am Burgtheater „gibt es Ideen“. Und er dreht schon wieder: Mit Josef Hader „Das ewige Leben“ von Wolf Haas.

Das Interview sowie seltene Privat-Fotos findest du in der aktuellen WOMAN-Ausgabe 4/2014.