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Vater baut Freizeitpark für seine behinderte Tochter

Morgan ist mehrfach behindert. Ihr Vater baute für sie den ersten barrierefreien Freizeitpark der Welt - und eröffnete jetzt sogar einen Wasserpark.

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Vater baut Freizeitpark für seine behinderte Tochter

Gordon und Maggie Hartman umarmen ihre Tochter Morgan

© morganswonderland.com/park-info/newsroom/photos-and-vieos

Es ist für Eltern, als würde es ihr Herz zerreißen. Gordon Hartman litt, wenn er seine Tochter inmitten anderer Kinder beobachtete. Keiner wollte mit dem mehrfach behinderten Mädchen spielen. Morgan fand keinen Anschluss, die Spielplätze waren nicht ausgelegt auf die Bedürfnisse Behinderter, sie konnte an keinem Spaß teilhaben. Mit 11 Jahren war sie intellektuell auf dem Stand einer Fünfjährigen – und hatte noch nie Freunde gehabt.

Gordon und seine mittlerweile erwachsene Tochter Morgan

Gordon hatte nur mehr einen Wunsch: Morgan sollte auch lachen können. Doch es gibt nur sehr wenige Plätze, an denen sich Behinderte frei und selbstständig bewegen können. Also beschloss Gordon, genau diesen Ort der Freude zu schaffen. 2005 verkaufte er sein erfolgreiches Bauunternehmen und gründete mit seiner Frau Maggie die "Gordon Hartman Family Foundation". Die Mittel dieser Stiftung sollten Menschen mit Behinderung helfen - Kindern und Erwachsenen.

2010 konnte das erste, 29 Millionen Euro teure Projekt eröffnet werden: "Morgan's Wonderland", der weltweit erste barrierefreie Freizeitpark:

Mit Rollstuhlschaukeln...

Es gibt ein Karussell oder auch Schaukeln für Rollstuhlfahrer, einen riesigen, 3000 Quadratmeter großen Fischteich, ein sensorisches Museum, eine Eisenbahn, ein Erlebnis.Kino... "Es ist ein spezieller Ort," so Gordon Hartman, "jeder kann hier Spaß haben. Der einzige Unterschied ist, dass jede Attraktion auch für Menschen mit Behinderung zugänglich ist." Über eine Million Menschen aus mehr als 65 Ländern haben den Park seit der Eröffnung besucht.

Das Karussell

Nun wurde die neueste Attraktion eröffnet: Ein riesiger Wasserpark namens "Morgan's Inspiration Island". Gordon: "Auch hier ist alles auf Inklusion konzentriert. Teile des Wassers sind beheizt, damit jene Besucher, die Muskelprobleme haben, ohne Einschränkungen oder gar Schmerzen im Wasser plantschen können." Zur Benutzung der Becken werden besondere Rollstühle zur Verfügung gestellt, die mit Druckluft statt mit Batterien betrieben werden – so sind sie wassertauglich.

...und einem Wasserpark

Der stolze Vater: "Ich wollte immer, dass meine Tochter trotz ihrer Behinderung möglichst viel tun kann. Unser Freizeitpark inspiriert nun behinderte Menschen, Dinge zu erleben, die sie sich davor nicht zugetraut hätten."

Thema: Eltern

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