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Motivations-Tipps

Schluss mit Ausreden: Du hast Pläne, Ideen und Vorsätze, aber die wenigsten davon setzst du um? Vielleicht liegt es an deinem inneren Schweinehund! Die passenden Motiviations-Tipps verrät Experte Marco von Münchhausen.

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Motivations-Tipps

Überwinde deinen inneren Schweinehund.

© Thinkstock

Für viele gehört er zum Tagesgeschäft: Der Kampf mit diesem inneren Widerstand, den es immer wieder zu überwinden gilt. Der einen davon abhält, den Termin zu vereinbaren, die Abrechnung fertig zu stellen, für eine Prüfung zu lernen. Diese Kraft kennen wir auch unter dem Begriff "innerer Schweinehund", dessen Aktivität nicht ausschließlich negativ ist: In vielen Fällen will er uns vor Überforderung und Überanstrengung schützen. Der deutsche Motivations-Coach Marco Freiherr von Münchhausen bezeichnet ihn auch als Wächter unseres Wohlgefühls. Doch manchmal legt er einen etwas übertriebenen Beschützerinstinkt an den Tag, dann gilt es, ihm Grenzen zu setzen. Experte Münchhausen verrät, wie man den Schweinehund erkennt und in den Griff bekommt.

WOMAN: Egal ob im Beruf oder zuhause: Überall gilt es, etwas fertig zu stellen, etwas zu erreichen, und nicht immer gelingt’s. An welchen Faktoren liegt es, ob jemand erfolgreich ist oder nicht?

Münchhausen: An vielen unterschiedlichen: den Genen, Begabungen, auch an Erziehung und persönlichen Werten. Man spricht von 50 Prozent Veranlagung und 50 Prozent Fleiß. Letztlich ist das bei jedem anders und immer ein Mischverhältnis aus beidem.

WOMAN: Kann man sich Erfolghaben also antrainieren?

Münchhausen: Ich glaube sogar, dass man das muss! Dass es eine wichtige Frage der Erziehung ist, ob man Kindern beibringt, wie man etwas schafft und was man dafür tun muss. Es gibt bei jedem Dinge, die einem liegen, leicht, effektiv und schnell von der Hand gehen. Und ebenso gibt’s Dinge, die man nicht im kleinen Finger hat, aber trotzdem machen muss. Nun geht’s darum, ob und wie gut man seinen inneren Schweinehund kennt und ihn zähmen kann.

WOMAN: Wie lässt sich dieser Motivationskiller bändigen?

Münchhausen: In drei Schritten: Erstens muss ich mir bewusst werden, wo der Schweinehund aktiv ist - zum Beispiel beim Sport -, ihn dort akzeptieren und gleichzeitig froh sein, dass er mich in anderen Bereichen in Ruhe lässt. Zweitens muss ich feststellen, wie er mich austrickst, welche Ausreden à la "Das hat noch Zeit", "Das kann man auch morgen erledigen" er auf Lager hat. Sobald ich diese Sabotagesätze kenne, kann ich darauf reagieren - mit drittens: Ich gebe dem Schweinehund nicht nach, sondern ziehe meine Vorhaben zusammen mit ihm durch und beziehe ihn mit ein.

WOMAN: Klingt einfach …

Münchhausen: … ist es aber nicht so ganz. Man muss wirklich wollen und nicht nur, weil Partner oder Freunde "Du solltest doch …" sagen. Weiters gilt es, eine klare Vorstellung davon zu haben, wie es sein wird, wenn man es geschafft hat. Je klarer die Bilder im Gehirn, desto anziehender sind sie. Das wirkt wie Superbenzin! Übrigens arbeiten die meisten Sportler mit solchen Zielbildern. Zudem ist es wichtig, sich zu fordern, ohne sich zu überfordern. Denn ein zu hoch gestecktes Ziel führt oft rasch zum Scheitern - und erstickt jede Motivation im Keim.

WOMAN: Und mit dieser Methode gelingt jedes Vorhaben?

Münchhausen: Zumindest viele. Einen Joker hat der Schweinhund aber noch: die Ausnahmefalle. Daher gilt, egal was ich auf Dauer ändern will: Keine Ausreden in der Anfangsphase! Konkret: Wenn man sein neues Verhalten täglich durchzieht, dauert es sechs bis acht Wochen, macht man etwas wöchentlich, dauert es etwa sechs Monate, bis es verankert ist. Danach kann dann nicht mehr so viel passieren.

WOMAN: Und mit dieser Methode gelingt jedes Vorhaben?

Münchhausen: Zumindest viele. Einen Joker hat der Schweinhund aber noch: die Ausnahmefalle. Daher gilt, egal was ich auf Dauer ändern will: Keine Ausreden in der Anfangsphase! Konkret: Wenn man sein neues Verhalten täglich durchzieht, dauert es sechs bis acht Wochen, macht man etwas wöchentlich, dauert es etwa sechs Monate, bis es verankert ist. Danach kann dann nicht mehr so viel passieren.

Thema: Karriere