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Müde? Rückenschmerzen? Auch das könnte Magnesiummangel sein!

Wir verraten Symptome, Folgen und welche Nahrungsmittel reich an Magnesium sind.

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Magnesiummangel - müde
© Thinkstock

Die Wahrscheinlichkeit, dass auch du an Magnesiummangel leidest, dürfte relativ hoch sein - bis zu 20 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Jedoch wird dieser aufgrund der Vielzahl der möglichen - bisweilen eher alltäglichen - Symptome oftmals überhaupt nicht erkannt.

In unserem Körper passieren unzählige Vorgänge einzig, wenn genügend Magnesium vorhanden sind: Es beeinflusst Nerven, Muskeln, Blutdruck, Blutgerinnung, Entgiftung, Proteinbildung und vieles mehr. Und daher propagieren viele Expertinnen und Experten einen Magnesiumbedarf von 300 Milligramm pro Tag - eine Menge, die aber nur von einem geringen Anteil der Bevölkerung zu sich genommen wird.

Vor allem aufgrund der Tatsache, dass unsere Lebensmittel immer weniger Nährstoffe enthalten: Die Böden, auf denen unser Essen gedeiht sind aufgrund der jahrzehntelangen Nutzung schon ziemlich ausgelaugt und bergen kaum noch den benötigten Mineralstoffgehalt wie Generationen zuvor. Darüber hinaus ist in verarbeiteten Lebensmitteln die Magnesiummenge noch geringer: Der Verlust von Vollkornmehl zu Weißmehl birgt bis zu 70 Prozent, ebenso bei Vollkornreis zu poliertem Reis. Durch Erhitzen bei Kochen, Braten und Co gehen noch weitere wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Zu bevorzugen wären daher Lebensmittel aus biologischer Erzeugung, schonende Zubereitung wie beispielsweise Dampgfaren sowie frische Zutaten.

Allzu schnell verabschiedet sich Magnesium allerdings auch wieder aus unserem Körper. Um die Aufnahme zu optimieren, sollte Folgendes beachtet werden:

  • Viel Wasser trinken! Denn Magnesium ist wasserlöslich und viel Flüssigkeit wird für dessen Absorption im Körper benötigt.
  • Ein proteinreiche Ernährung mit viel Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern vermindert die Magnesiumaufnahme. Daher müsste in solchen Fällen die tägliche Zufuhr an Magnesium noch gesteigert werden.
  • Bei Stress, körperlicher Belastung, Diät, Krankheit, einer Schwangerschaft oder auch in der Stillzeit ist der Magnesiumbedarf ebenso erhöht.

Symptome:

Zahlreiche Körperfunktionen werden vom Magnesium unterstützt, daher kann es bei einem Mangel auch zu unterschiedlichsten Symptomen kommen:

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Kopfschmerzen
  • kalte Füße
  • Taubheitsgefühl in Armen und Beinen
  • Unruhe, Verwirrtheit
  • Rückenschmerzen
  • Depressionen
  • Schlaflosigkeit
  • Lidzucken
  • Reizbarkeit
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Karies
  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen
Magnesiummangel - nuesse
Nüsse sind eine hervorragende Magnesium-Quelle

Natürliche Magnesium-Quellen:

  • Vollkornbrot, Vollkornreis und -nudeln
  • Meeresalgen
  • Kartoffeln
  • Fenchel
  • Brokkoli
  • Meerrettich
  • Kohlrabi
  • Bananen
  • Hülsenfrüchte
  • Kakao
  • Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne
  • Walnüsse, Erdnüsse, Cashewnüsse, Mandeln
  • Amaranth
  • Quinoa
  • Weizenkeime
  • Haferflocken