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Mütter gegen US-Waffenrecht

In einer berührenden und überaus deutlichen Plakat-Kampagne sprechen sich amerikanische Mütter gegen das derzeitige US-Waffenrecht aus.

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Plakat für Moms demand action

Die Kleinteile eines Überraschungseies sind zu gefährlich, daher wurde die Süßigkeit verboten. Aber die Kleinigkeit einer Patrone ist erlaubt.

© momsdemandaction.org

USA - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und leider auch das Land für beinahe unbegrenzten Waffenbesitz. Schließlich ist jener ja für jeden Bürger und jede Bürgerin durch den 2. Zusatzartikel verfassungsrechtlich geschützt.

Und somit mag es kaum verwundern, dass die Schreckensmeldungen, die um die Welt gehen, wenn ausgerechnet ein Kind beziehungsweise Jugendlicher zur Waffe greift und damit seine Mitschülerinnen und Mitschüler erschießt, zumeist ebenso aus den USA kommen. Aber dennoch ist die Waffenlobby immer noch extrem stark sowie gut vernetzt und aktuell wurde daher erneut ein Versuch zur Verschärfung des Waffenrechts vom US-Senat abgeschmettert.

Plakat für Moms demand action
Rotkäppchen wurde aus den Schulbibliotheken entfernt aufgrund der Flasche Wein in ihrem Korb. Aber eine Waffe wäre ok.

Nun machen in einer Kampagne mit dem Namen "Moms Demand Action" Mütter auf das Dilemma aufmerksam und deren Plakate gehen unter die Haut. Denn sie machen die obskure Politik mehr als deutlich: Zu sehen sind jeweils 2 Kinder, die etwas in der Hand halten. Eines der Dinge ist verboten oder wurde zumindest aus Schulen verbannt, das andere ist vollkommen legal. Ein Überraschungsei, das Märchen "Rotkäppchen" sowie ein Ball stehen massiven Maschinengewehren gegenüber. Und fatalerweise ist es in diesem Vergleich immer die Waffe, die vollkommen rechtens ist.

Plakat für Moms demand action
Völkerball wird als zu brutal angesehen und wird daher an Schulen nicht mehr gespielt. Das Spielen mit Waffen wäre aber weniger brutal?
Thema: Erziehung