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Ich habe die Mumienmaske getestet

Eierspeis ist lecker, Eier sind gesund: Auch für Haut und Haare! Ich habe ausprobiert, wie man sich Eiweiß am besten ins Gesicht schmiert.

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mumienmaske
© istockphoto.com

Die Pflege der Gesichtshaut hat heute einen sehr populären Stand in der Beauty-Norm. Gut, Menschen benutzen nicht erst seit zwei Jahren Lotion und Toner, aber heutzutage spricht man mehr darüber, benutzt noch mehr Tinkturen und vor allem Gesichtsmasken. Und die gibt’s wirklich in allen Formen, Farben und jeder erdenklichen Beschaffenheit. Von magnetisch, über sprudelnd bis hin zu kohlrabenschwarz: Da fragt man sich, warum man überhaupt DIYs machen sollte, wenn es eh schon alles zu kaufen gibt, was das Beauty-Junkie-Herz begehrt.

Erstens, sind DIYs (meistens) billiger, als die fertigen Produkte. Zweitens, kann man beim Kreieren die Inhaltsstoffe selbst kontrollieren und so an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Und drittens, macht es doch mehr Spaß, wenn man haarsträubende Ideen hernimmt und mit ein bisschen Naivität und viel Spucke versucht, etwas zum Funktionieren zu bringen. Und so ist es auch mit dieser Maske, wobei man gar nicht so viel Naivität braucht, schließlich stecken Eier erwiesenermaßen voller guter Eigenschaften.

Ich habe schon getestet, wie es sich auf meine Haare auswirkt, wenn man sie mit einem Eigelb behandelt. Ich muss sagen, das Ergebnis war nicht schlecht, denn meine Mähne hat sich super frisieren lassen und war sehr seidig. Somit stehe ich dem Plan, mir Eiweiß ins Gesicht zu schmieren sehr positiv gegenüber, zumal Proteine wirklich eine heilende Wirkung haben. Dies liegt daran, dass unsere Haut aus Kollagen besteht, was eigentlich eine Zusammensetzung von Proteinbausteinen ist.

Und dieses Rezept für eine regenerierende und porenverfeinernde Maske könnte nicht einfacher sein: Man nehme 2 Mal Eiweiß und Klopapier, oder dünne Kosmetiktücher. Und das war’s auch schon. Ich lockere das Eiweiß mit einer Gabel und trage die erste Schicht auf mein Gesicht auf. Man muss dann nur dem mentalen Bild vom Lasagne-Kochen folgen: Eine Schicht Eiweiß, eine Schicht Klopapier und so weiter. Wenn man möchte, kann man bis zu vier Schichten draufmachen, aber dann ist auch die Trocknungszeit entsprechend lang.

Ich habe mir zu Probezwecken zwei Schichten Klopapier gegönnt und mich dabei in die Schulzeit zurückversetzt gefühlt. Ihr wisst schon, die eine Werken-Stunde, wo man mit Pappmaché einen Luftballon umhüllt hat. Gleichzeitig hatte es was von Vorbereitungen auf ein Kostümfest, wo ich als Mumie gut reingepasst hätte. Alles in allem ein ziemlich lustiger Vorgang. Aber natürlich muss es einen Haken geben, wenn das Rezept schon so easy ist: Um meine zwei Schichten knochentrocken zu kriegen, musste ich 40 Minuten warten. Und das ist eine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass man bei den meisten selbstgekauften und –gemachten Masken in 20 Minuten good-to-go ist. Egal, ich hab mir in der Zwischenzeit ein ziemlich demoliertes Spiegelei mit Double-Dotter gemacht, was eine nette Resteverwertung war.

Trotzdem war das Abnehmen der Mumienschichten ein sehr befriedigendes Gefühl, da große Teile der Maske in einem Stück runtergekommen sind. Wegen der wenigen Rückstände gibt es keine Sauerei beim Waschen der Haut, was auch mal angenehm ist (vor allem, wenn man schon mal die Kohlenmaske probiert hat). Mein Gesicht hat sich dann tatsächlich sehr fest und frisch gefühlt. Ich hatte sogar das Gefühl, dass meine Poren ein bisschen kleiner waren, aber natürlich habe ich Hornochse kein Vorher-Nachher-Bild gemacht, wir werden es also nie genau wissen.

Fazit

Ich kann diese DIY-Mumienmaske aus vielen Gründen wirklich weiterempfehlen. Dadurch, dass man nur Eier und Klopapier braucht, kann das wirklich jeder und jede zuhause nachmachen – außer man ist Veganer. Deswegen eignet sich diese Maske auch hervorragend, wenn man einen Beauty-Abend geplant hat und man mit wenig Aufwand viel Tam-Tam haben möchte. Das Mumiengesicht lädt zum Lachen ein und die Haut profitiert auch von dem Herumgealbere. DIY-Erfolg!