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Mumury: Pussy Pairs ist das Memory, auf das wir gewartet haben!

Unter dem Slogan "Every Vulva is a Vulva" macht die Wiener Künstlerin Gloria Dimmel Gipsabdrücke von Vulven, um die Vielfalt des weiblichen Körpers aufzuzeigen. Jetzt soll aus ihren Werken ein Memory entstehen.

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Mumury: Pussy Pairs ist das Memory, auf das wir gewartet haben!
© Gloria Dimmel

Scham, Vorurteile, Berührungsängste: Allein an den Reaktionen auf unseren sozialen Kanälen zu DIESEM Artikel konnten wir erkennen, wie tief verankert das Diffamieren und Ausradieren weiblicher Geschlechtsteile in den Köpfen von Männer und Frauen noch immer ist.

Von Worten wie "ekelhaft" bis "hässlich" reichten die Kommentare zu den Illustrationen der Amerikanerin Hilde Atlanta auf unserem Facebook-Account. Dabei geht es der Zeichnerin mit ihrem Projekt ja gerade darum, die Wertschätzung des eigenen Körpers zu steigern und ihre Mitmenschen zu ermutigen, ihr vermeintliches Anderssein zu feiern.

Gloria Dimmel: Every Vulva is a Vulva

Gleiches wünscht sich auch die Künstlerin Gloria Dimmel. Seit 2017 fertigt die Wienerin nämlich Vulva-Repliken aus Gips an.

Über 130 Teilnehmer*innen haben bereits bei Glorias Kunstprojekt mitgemacht - und als kleiner Spoiler sei gesagt: Keine der Vulven sieht gleich aus - und gerade wegen dieser Vielfalt sind die Abdrücke so wunderschön.

Weil es bis hin zur Normalisierung des Themas "Vulva" aber noch ein ziemlich weiter Weg ist, will Dimmel noch weiter dazu beitragen, vorherrschende Mythen und Tabus aufzulösen und vor allen Dingen den Dialog fördern. So kam die Idee zu Pussy Pairs aka Mumury. Das Memory besteht aus 18 Vulva-Paaren und erfordert so nicht nur Gedächtnis, sondern auch Hirn! Teile des Erlöses jedes verkauften Spiels werden zudem karitativen Projekten zur Förderung von Frauenrechten zugute kommen.

Damit das Projekt zustande kommen kann, braucht es aber Geld. Noch bis zum 21. April 2019 kann man Gloria Dimmel und ihr Team deswegen auf der Crowdfunding-Seite Startnext unterstützen.