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Mundhygiene: Wichtig, aber kostenintensiv

Eine professionelle Zahnreinigung ist für die Mundhygiene sehr wichtig, aber leider auch teuer, da man sie in der Regel privat selbst zu zahlen hat. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass sich ein Vergleich daher durchaus lohnt.

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Mundhygiene: Wichtig, aber kostenintensiv
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Zahnärzte empfehlen mindestens ein, besser zwei Mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung - Zahnprophylaxe - zu machen. Bei dieser werden die Zähne von Belägen und oberflächlichen Verfärbungen gereinigt, poliert und fluoriert.
Doch ob diese Zahnreinigung bei Patienten mit gesundem Zahnfleisch und weißen Zähnen tatsächlich notwendig ist, darüber scheiden sich die Geister. Als sinnvoll gilt eine Zahnreinigung in der Regel dann, wenn erhöhtes Kariesrisiko oder Paradontitis besteht, bzw. auch, wenn man eine Zahnspange trägt. Ebenso ist eine regelmäßige Zahnprophylaxe bei Brücken, Kronen und Implantaten empfehlenswert.

Die Zeitschrift Konsument hat nun eine Untersuchung gestartet bei der 100 Zahnärzte in ganz Österreich per Zufallswahl kontaktiert und um eine Preisauskunft gebeten wurden. Die Ergebnisse waren erstaunlich und äußerst überraschend.
Während manche Ordinationen eine Mundhygiene-Sitzung für etwa 60 Euro in 60 Minuten anbieten, so gibt es auch manche, die 100 und mehr Euro für dieselbe Zeit verlangen.

Daher der Expertinnen-Tipp von Dr. Angela Tichy: "Neben einem generellen Preisvergleich kann sich auch eine Anfrage bei den Ambulatorien der Krankenkasse lohnen. Denn auch hier bieten einige Ärzte eine professionelle Mundhygiene an.

Ablauf einer professionellen Zahnprophylaxe

1. Der Zahnarzt führt in einem Erstgespräch eine gründliche Untersuchung durch und stellt eine vorläufige Diagnose.
2. Die Prophylaxe-Assistentin demonstriert mit einem Handspiegel, was geschieht und erklärt, wie die täglich Mundhygiene zuhause aussehen sollte.
3. Mit einem Lebensmittelfarbstoff werden die Zähne eingefärbt, um den Patienten zu verdeutlichen, wie stark die Zähne verfärbt sind. Daraufhin wird die Assistentin in der Regel auf den Unterschied und den Zusammenhang von Biofilm, Karies und Paradontitis hinweisen.
4. Dann beginnt die Mundhygiene. Im Anschluss daran werden die Zähne sichtbar gereinigter erstrahlen.
5. Es kann bei einer Zahnprophylaxe durchaus zu leichtem Zahnfleischbluten kommen. Das ist also nicht verwunderlich und sollte niemanden abschrecken.
6. Manche Zahnärzte machen die Zahnprophylaxe auch selbst und lassen sich von der Prophylaxe-Assistentin lediglich hin und wieder helfen.

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DER Zahnarzt und DIE Assistentin - echt jetzt? Da würde ich mir ausgerechnet von Woman schon etwas anderes erwarten...