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Musiker Christian Brandauer und seine
Frau Natalija im WOMAN-Interview

Ein Mehrfamilienhaus im 17. Wiener Gemeindebezirk. Musiker Christian Brandauer (er schreibt Kindermusicals und komponierte u. a. die Filmmusik zum TV-Dreiteiler „Krupp – Eine deutsche Familie“), 47, wohnt hier mit Ehefrau & Regisseurin Natalija, Tochter Leni und Mischlingshündin Mila ganz oben im Dachgeschoß. Vom Wohnzimmerfenster aus blickt man auf schneebedeckte Baumwipfel und eine verschneite Winterlandschaft. Und das mitten in der Stadt! „Diese Wohnung ist ein Glücksgriff. Deshalb wohnen wir auch schon seit über zehn Jahren hier“, erzählt uns Brandauer, der regelmäßig zwischen Slowenien, Wien und seiner steirischen Heimat pendelt. Im Elternhaus in Altaussee trifft die Familie zu Weihnachten auch auf Bühnenkapazunder Klaus Maria Brandauer, 67, der dann den Glauben ans Christkind wiederaufleben lässt …


Musiker Christian Brandauer und seine
Frau Natalija im WOMAN-Interview
© Roland Ferrigato

Woman: Sie sind seit zehn Jahren verheiratet, arbeiten oft zusammen. Schon mal ein Projekt sausen lassen, weil Sie sich nicht einig waren?

Christian: Fast jedes Mal (lacht) . Aber noch haben wir alles zur Premiere gebracht.

Natalija: Spätestens in der dritten Woche fällt meistens der Satz: „Das ist bestimmt das letzte Mal, dass ich mit dir etwas mache!“ Aber wir schaffen es dann doch wieder. Kommenden März werden wir ein Kinderstück auf Slowenisch aufführen: „Im Rausch der Düfte“. Ich führe Regie, und Christian macht die Musik. Ich komme ja aus Slowenien, und unsere Tochter Leni spricht auch Slowenisch.

Woman: Christian, Ihre Frau hat auch schon für Sie Regie geführt. Sind Sie beleidigt, wenn sie etwas bemängelt?

Christian: Und wie! Aber danach bin ich ihr immer dankbar. Auch wenn meine Leidenschaft für das Theater wahrscheinlich familienbedingt ist – was es heißt, einen Text zu bringen, habe ich von ihr gelernt. Bei meinem letzten Bühnenauftritt (als Horatio in „Hamlet“, Sommerspiele Perchtoldsdorf) hat sie mich nicht gecoacht. Das habe ich dann auch zu spüren bekommen …

Woman: Sie sind also besser, wenn Ihre Frau dabei ist!

Christian: Ich fürchte, ja (beide lachen) .

Natalija: Das ist dir aber schwer über die Lippen gekommen …

Christian: Ich bin ja kein Schauspieler. Theater spiele ich nur, wenn ich auch musikalisch involviert bin. Vielleicht habe ich das Talent meines Vaters geerbt, aber ich habe nie eine Ausbildung in diese Richtung gemacht. Bis zu meinem 14. Lebensjahr wollte ich zwar Darsteller werden, aber dann habe ich die Musik für mich entdeckt. Mein eigenes Ding zu machen und nicht die Texte eines anderen, auch wenn sie noch so toll sind, nachzusprechen, liegt mir mehr.

LESEN Sie das gesamte Interview in WOMAN 25/2010!

Interview: Melanie Zingl