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Sohn widerspricht seiner Mutter, die #MeToo kritisiert

Mittels Fotos ihres Sohnes machte eine Mutter Stimmung gegen #MeToo auf Twitter. Doch der richtete sein Wort öffentlich gegen die eigene Mutter.

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Sohn widerspricht seiner Mutter, die #MeToo kritisiert
© Photo by Micaela Parente on Unsplash

Eine US-Amerikanerin wetterte auf Twitter gegen die #MeToo-Bewegung und veröffentlichte ein Foto ihres Sohnes. Der sei beim Militär gewesen, sei aber ein Gentleman, der Frauen respektiere. Ihre Sorge: Er gehe nicht mehr auf Dates, weil er Angst habe, dass "radikale Feministinnen" falsche Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erheben. Unter dem Hashtag #HimToo verbreitete sich der Tweet rasend schnell. Der Sohn wurde belächelt – die Userinnen und User veröffentlichten beispielsweise ein Foto der "Psycho"-Hauptfigur Norman Bates mit ähnlichem Text und machten sich über den Tweet lächerlich.

Niemand hätte wohl einen Feministen hinter der Geschichte vermutet. Viel eher stellten wir uns einen verängstigten jungen Mann vor, der sich, die #MeToo-Bewegung und überhaupt alles ganz falsch versteht. Doch er meldete sich einige Stunden (ganz selbstständig) zu Wort: "Das war meine Mutter. Manchmal tun Menschen, die wir lieben, Dinge, die verletzen, ohne es zu realisieren. Ich respektiere und glaube den Frauen und würde niemals #HimToo unterstützen." Er sei noch immer ein stolzer "Navy", ein Katzen-Papa und ein Verbündeter. Und schließt den Post ab mit: "Twitter, your meme game is on point."

Pieter Hanson musste erst einmal einen Twitter-Account anlegen, um seiner Mutter zu antworten. Er nannte ihn treffend @Thatwasmymom. Und ja, wir verzeihen ihm seine peinliche Pose mit einem Fuß auf der Couch. Er ist ja schließlich Twitter-Neuling.