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My Fair Lady: Die britische Sängerin & Newcomerin Eliza Doolittle im WOMAN-Talk

Jeder, der diesen Namen hört, meint, er komme ihm bekannt vor. Nur denken die meisten dabei an Audrey Hepburn und „Es grünt so grün“. Das könnte sich jetzt ändern...


My Fair Lady: Die britische Sängerin & Newcomerin Eliza Doolittle im WOMAN-Talk
© Valerie Phillips

Eine 22-jährige Newcomerin aus London nennt sich nämlich auch Eliza Doolittle. Sie hat mit ihrem unbeschwerten Mix aus 60er-Pop und Soul, den sie selbst als Classical-Pop bezeichnet, in kürzester Zeit die Charts erobert. Seit drei Wochen führt sie mit Größen wie Kylie Minogue und Eminem, die UK-Albumcharts an.

Das Talent wurde ihr anscheinend in die Wiege gelegt. Ihre Mutter ist Les Misèrables Star Frances Ruffelle und ihr Vater ist Theaterregisseur John Caird. Im WOMAN-Talk spricht sie über ihre aktuelle Single, ihre Familie und ihre Pläne.

WOMAN: Eliza, Sie sind 22 Jahre alt. Wann haben Sie zum ersten Mal bemerkt, dass Sie Sängerin werden wollen?

Doolittle: Ich hab immer gerne gesungen. Beschlossene Sache war es in dem Moment, als ich realisiert habe, dass ich irgendwann irgendeinen Job machen muss. Und ich dachte, wenn das schon sein muss, dann will ich Sängerin werden.

WOMAN: Geboren sind Sie als Eliza Sophie Caird. Doolittle ist ein Künstlername. Wie kam es dazu?

Doolittle: Eliza Doolittle ist eine Figur in "My Fair Lady". Als ich klein war, hat mich meine Mutter immer so genannt und irgendwann haben es dann auch meine Lehrer getan. Es war schon immer eine Art Kosename für mich.

WOMAN: Ihre Eltern sind auch Künstler. War das eine Hilfe, oder hat es Sie aufgehalten?

Doolittle: Meine Mutter macht Musicals und Theater und mein Vater ist Theaterregisseur. Was ich mache, ist etwas komplett anderes. Natürlich merkt man bei uns allen eine musikalische Kreativität, die wir gemeinsam haben, aber ich habe eine ganz andere Richtung eingeschlagen als meine Eltern. Wir sind uns dabei nicht in die Quere gekommen.

WOMAN: Haben Sie als Jugendliche auch Musicals und Opern gehört oder hat Sie die Musik, die Ihre Eltern gemacht haben, genervt?

Doolittle: Ich war nie in der Oper, aber ich mag Musicals. Ich war aber immer mehr an anderen Musikrichtungen und Künstlern interessiert, die ich im Fernsehen oder im Radio gehört hab. Als ich jünger war, hab ich gerne Destiny’s Child, Michael Jackson und Janet Jackson gehört. Mit der Zeit habe ich mich dann auch vielen anderen Musikrichtungen geöffnet.

WOMAN: Und andersrum, mögen Ihre Eltern Ihre Musik?

Doolittle: Ja, sie mögen mein Album sehr, und sie sind auch stolz auf mich. Also ich hoffe es zumindest! (lacht)

WOMAN: Ihre neue Single heißt „Pack Up“ und klingt fröhlich. Der Text handelt aber davon, dass Sie viele Dinge nerven...

Doolittle: In „Pack Up“ geht es darum, dass man sich nicht so viele Gedanken über Kleinigkeiten machen sollte. Es geht darum, dass die Kleinigkeiten vorbeigehen und den Kummer nicht wert sind. Man sollte seine Perspektive immer auf die wichtigen Dinge im Leben lenken und sich nicht von kleineren Sorgen ablenken lassen.

WOMAN: Sie werden ständig mit Lily Allen verglichen. Ärgert Sie das?

Doolittle: Sie ist großartig. Ich habe sie schon ein paar Mal getroffen und sie ist ein sehr lieber Mensch. Man kann Musik aber nicht einfach so in einen Topf werfen. Jeder Künstler ist anders. Ich kann schon verstehen, warum uns die Leute vergleichen und das ist hauptsächlich wegen unseres Akzents. Aber das ist auch die einzige Ähnlichkeit, die ich sehe. Wir sind zwei unterschiedliche Menschen, die unterschiedliche Musik machen.

WOMAN: Ihr Album ist gerade auf Platz 4 der UK-Albumcharts. Haben Sie jemals gewagt nur davon zu träumen, dass Sie so weit kommen?

Doolittle: Nein, ich war wirklich geschockt. Natürlich habe ich inständig darauf gehofft und meine Finger gekreuzt, um in die Top Ten zu kommen. Dann bin ich auf Platz 3 eingestiegen, was das beste Gefühl war, das ich jemals hatte. Ich kann es in Wirklichkeit immer noch nicht glauben, obwohl der Albumeinstieg jetzt schon einige Wochen her ist.

WOMAN: Mit welchem Künstler würden Sie gerne Mal ein Duett singen?

Doolittle: Stevie Wonder, weil er eine Legende ist. Ich höre seine Musik schon seit ich 14 Jahre alt bin, er ist eines meiner großen Idole.

WOMAN: Ihr Kleidungsstil ist sehr individuell. Was ist Ihr persönliches Style-Must-Have im Moment?

Doolittle: Ich liebe den typischen Londoner Streetlook. Bunt muss es sein und Vintage. Für mich persönlich sind Hot Pants und Sneakers ein Muss.

WOMAN: Was sind Ihre weiteren Pläne für dieses Jahr?

Doolittle: Ich möchte viel in Europa und in der ganzen Welt unterwegs sein, um den Leuten meine Musik vorzustellen. Im November bin ich Support für Paloma Faith in England, darauf freue ich mich schon sehr.

WOMAN: Sie haben einen Freund, wie kommt er eigentlich mit Ihrem neu gewonnenen Ruhm zurecht?

Doolittle: Es ist ja erst im letzten Monat richtig stressig für mich geworden, also kommt er gut damit klar. In Zukunft wird es sicher nicht einfacher werden, wenn ich einmal länger auf Tour bin.

WOMAN: Dann nehmen Sie ihn doch mit!

Doolittle: (lacht) Es ist wichtig für mich meine Arbeit zu machen und sie von meinem Privatleben zu trennen. Aber ich würde mich natürlich freuen, wenn er mich auf Tour ab und zu besuchen kommt.

Das Album.

Bild: Parlophone (EMI)
© Bild: Parlophone (EMI)

Die erste Platte namens "Eliza Doolittle" erscheint in Österreich am 10. September 2010 bei Parlophone (EMI) .

Interview: Saskia Hödl