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MyMarini: Baden im Bio-Bikini

Die Hamburgerin Mareen Burk entwirft die ersten komplett ökologisch produzierten Bikinis. Mit Öko und Jute hat die MyMarini-Bademode aber so gar nix zu tun.

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MyMarini: Baden im Bio-Bikini
© MyMarini

Nachhaltig produzierte Mode. Irgendwie klingt das immer noch nach Jutesack und Birkenstock-Sandalen. Hip und sexy? Eher nö.

Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Labels, die nach ethischen Kriterien produzieren – und trotzdem sensationell chice Fashion entwerfen. Eines davon ist MyMarini . "Ich schütze die Umwelt, indem ich Bademode entwerfe," sagt die Hamburger Designerin Mareen Burke. Und: "Wenn man einen Bikini trägt, hat man nicht viel Stoff auf der Haut. Da spürt man die Natur am meisten."

Die Badeanzüge und Bikinis sind aus recyclebarem Polyamid, werden unter hohen ethischen Standards komplett ökologisch gefertigt, nur mit Bio-Farbstoffen behandelt, die keine giftigen Schadstoffe absondern, mit Öko-Strom und einem geringen CO2-Verbrauch produziert.

Die Idee kam der 31-Jährigen, nachdem sie sich eine 7-monatige Auszeit gegönnt hatte. Auf ihrem Surf-Trip durch Südamerika fand sie nicht nur einen besonderen Bezug zur Natur, sondern ärgerte sich auch über die sportliche Bademode, die einerseits bunt bedruckt oder minderwertig verarbeitet war. "Ich trage außerhalb des Wassers auch gerne hochwertige und besondere Kleidung, da wollte ich in den Wellen und im Schwimmbad keine Abstriche machen müssen. Also habe ich beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Und das wenn ich etwas mache, das auch ethisch vertretbar sein muss, war von Anfang an klar!"

MyMarini gründet die ehemalige Grafikerin mit einem Kredit über ein paar tausend Euro und einer gehörigen Portion Mut. "Ich hatte kein großes finanzielles Polster, es war schon ein hohes Risiko." Vor allem, nachdem das Bio-Bikini-Biz anfangs enttäuschend anlief. Wochen vergingen, ohne das eine Bestellung im Web-Shop landete.

Dann, nach scheinbar ewiger Zeit, kaufte jemand zwei Bikinis. "Ich habe fast geheult vor Freude." Seitdem floriert der Handel mit der Öko-Bademode. Seitdem treffen Bestellungen aus ganz Europa ein – trotz ziemlich gesalzener Preise. Zwischen 50 (Bikini-Bottom) bis zu 210 Euro (Badeanzug) kosten die Teile. Dafür, so Mareen Burke, werde aber die Hamburger Schneiderin, die die Bikinis näht, sehr gut bezahlt, die Fabrik in Italien setzt nur Ökostrom ein und es werden biologisch abbaubare Farbstoffe verwendet. "Das macht die Produktion teurer. Dafür werden die Modelle aber doppellagig angefertigt, dann halten sie länger und man muss seltener einen kaufen." Erhältlich sind die Teile bei Mymarini.com.

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