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Myome in der Gebärmutter

Leidest du unter starken Regelschmerzen, Rückenschmerzen oder Zwischenblutungen? Dahinter können Myome stecken - gutartige Tumore in der Gebärmutter.

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Myome in der Gebärmutter

Jede 3. Frau ist betroffen - viele wissen es aber nicht!

© Myome in der Gebärmutter

Bei etwa 20 bis 30 Prozent aller Frauen über 30 Jahre kommen Myome in der Gebärmuttermuskulatur vor. Am häufigsten betroffen sind Frauen zwischen 35 und 45 Jahren. Bei Myomen handelt es sich um gutartige Tumore, welche aber der Grund sein können für starke Regelschmerzen oder für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Anzeichen für Myome

- Starke und schmerzhafte Menstruation
- Zwischenblutungen
- tastbare Knoten im Bauch
- Rückenschmerzen
- Völlegefühl, Blähbauch
- Blasensschwäche
- Verstopfungen
- du kannst nicht schwanger werden

»Nur in 0,5 Prozent aller Fälle können Myome bösartig werden.«

Ursachen für Myome

Die Geschwülste in der Gebärmutter können nur in der Lebenszeit einer Frau entstehen, in der der Östrogenspiegel hoch ist. Das bedeutet, dass Mädchen vor der Pubertät oder Frauen in der Menopause keine Myome bekommen können. Myome entwickeln sich dabei aus normalen Muskelzellen, die ihr Wachstum sehr schnell beschleunigen und sich wie ein Tumor festsetzen. Dabei sind Myome nicht lebensbedrohlich, aber sie können in der Schwangerschaft Fehl- oder Frühgeburten auslösen.

Behandlung von Myomen

Der Arzt kann durch Tasten und einer Ultraschalluntersuchung herausfinden, ob es sich um Myome handelt oder nicht. Wenn man keinerlei Beschwerden hat, werden die Myomen auch nicht behandelt - aber beobachtet. Leidet man allerdings unter den oben angeführten Anzeichen wird meist mit Hormonen behandelt, die das Östrogen eindämmen. Dabei wird das Hormon gespritzt und die Eierstöcke außer Funktion gesetzt. Die Folge: Die Myomen schrumpfen und können operativ entfernt werden. In der Zeit der Hormonbehandlung treten die typischen Anzeichen der Menopause auf. Danach ist eine Schwangerschaft weiterhin möglich. Nur bei sehr großen, zahlreichen und ungünstig sitzenden Myomen ist die Entfernung der Gebärmuttter in Einzelfällen nötig.

Ein neuer Wirkstoff in Tablettenform: Ein neuer Wirkstoff verhindert die Versorgung des Myoms mit dem Hormon Progesteron, es kann nicht mehr wachsen und verkleinert sich sogar. Die Blutungen hören innerhalb weniger Tage auf, Nebenwirkungen sind praktisch keine vorhanden. Erste Studien zeigen außerdem: Nach Ende der dreimonatigen Tablettenkur beginnen die Wucherungen nicht erneut zu wachsen. Informiere dich bei deinem Gynäkologen!

Vorbeugung: Ballaststoffreich essen (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte und Kohl), damit mehr Östrogene über den Darm ausgeschieden werden können.