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Wenn du Escape Rooms magst, wirst du Mystery Hunt lieben

Ein Abenteuer im Museum erleben? Hat nichts mit Kindergeburtstag zu tun! Beim Mystery Hunt muss man im Kunsthistorischen Museum Wien das Rätsel der Sphinx aufdecken.

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Mystery Hunt
© Mystery Hunt

Habt ihr als Kinder auch Detektiv-Kassetten wie "TKKG", "Die 5 Freunde" oder "Die Drei Fragezeichen" gehört? Dann könnt ihr euch sicher an das Verlangen erinnern, auch selbst mal Rätsel zu lösen und Geheimnisse aufzudecken. Und wenn man nicht gerade PolizistIn geworden ist, wird man wahrscheinlich heute noch ein bisschen sehnsüchtig davon träumen, wenn man wieder mal eine wiederholte Folge von CSI im TV erwischt. Der Mensch will spielen! Warum sonst boomen heutzutage Escape Rooms und Brettspiel-Cafés? Weil man einen Ausgleich zur digitalen Welt sucht. Und was ist ein besserer Ausgleich, als gemeinsam mit seinen Freunde eine Aufgabe zu lösen, für die man kein Smartphone oder Internet braucht?

Mystery Hunt

Das haben sich auch zwei Schnitzeljagd-Enthusiasten gedacht, als sie ein Spiel für ein befreundetes Ehepaar entwarfen. Eine Schatzsuche, nur zum Bespaßen ihrer Freunde gedacht. Doch das Spiel kam so gut an, dass Mads Lind und Christian Irgens beschlossen, mehr daraus zu machen. So entstand "Mystery Makers" und der Mystery Hunt. Nach drei Schatzsuchen in Dänemark, hat es die Mystery Makers nach Wien gezogen. Und zwar ins Kunsthistorische Museum (KHM). Dort haben die Dänen ein maßgeschneidertes Spiel entworfen, bei dem das Rätsel der Sphinx gelöst werden muss.

Wie funktioniert der Mystery Hunt? Als Gruppe bewegt man sich durch bestimmte Räume des KHM und versucht die einzelnen Rätsel zu lösen. Dabei wird man von dem Spiel von Stage zu Stage gelockt. Man braucht kein Smartphone oder andere Hilfsgegenstände. Alles, was benötigt wird um die Rätsel zu lösen, befindet sich in einem Beutel, den man am Anfang erhält. Zirka 1,5 bis 2 Stunden dauert die Tour, doch es besteht kein Zeitdruck, wie etwa bei Escape Rooms. Die Macher betonen sogar, dass man nicht nur von Aufgabe zu Aufgabe hetzen, sondern sich auch Zeit lassen soll, um die Kunstgegenstände anzuschauen. Edukativ und realistisch, so würden die beiden ihr Spiel beschreiben. Man wolle den SpielerInnen die alten Mythen und Legenden näherbringen und so den Blick auf das Museum verändern.

Mystery Hunt

Für wen eignet sich die Schnitzeljagd? Der Mystery Hunt bewegt sich im Mittelfeld, was den Schwierigkeitsgrad anbelangt. Erfahrene SpielerInnen werden aber genauso viel Spaß haben, wie AnfängerInnen. Denn man wird nicht nur auf Rätsel, sondern auch auf kleine Gruppenspiele treffen, die darauf abzielen, einander besser kennenzulernen. Damit ist der Mystery Hunt die Slow-Food-Variante unter all den vorherrschenden Escape Rooms. Denn während bei letzterem eine Stunde durchgepowert werden sollte, kann man sich hier ganz auf seine Freunde konzentrieren.

Wann kann ich loslegen? Ab dem 10. Oktober ist der Mystery Hunt im KHM gestartet. Wie es auch bei Escape Rooms üblich ist, kann man einen Zeitpunkt buchen, an dem mit seiner Gruppe durchstarten will. Der Preis ist mit 30 Euro pro Person plus Eintritt für's Museum nicht wirklich günstig. Deshalb eignet sich das Spiel eher als Geburtstagsgeschenk oder besonderes Freundes-Event. Vier Personen sind das Minimum und acht Personen das Maximum für eine Gruppe. Wenn ihr mehr als acht Personen seid, werdet ihr in mehrere Gruppen aufgeteilt, die dann zeitversetzt mit dem Spiel beginnen. Den Mystery Hunt kann man auf Deutsch oder auf Englisch machen.

Wer nach einem Spiel nicht genug hat, muss für mehr leider vorerst nach Dänemark fahren. In Kopenhagen haben Lind und Irgens drei Mystery Hunts und mehrere Escape Rooms aufgebaut. Doch wenn es nach ihnen geht wird das KHM nicht die letzte Schnitzeljagd-Location in Wien bleiben!

Thema: WOMAN testet

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