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Mit Nacktfotos zu mehr Selbstliebe - warum Nackt-Selfies eine super Idee sein können

Seit Prominente regelmäßig mit Nacktfoto-Leaks zu kämpfen haben, sind Nackt-Selfies immer wieder Thema. Aber auch wir Normalsterblichen machen sie - und finden es trotz Datenschutzproblemen ziemlich gut. 8 Gründe für private Nacktbilder!

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Mit Nacktfotos zu mehr Selbstliebe - warum Nackt-Selfies eine super Idee sein können

Nacktbilder machen, speichern & versenden - darum machen wir's

© iStock

Gerade erst wurde Schauspielerin und Sängerin Bella Thorne gehackt und mit ihren eigenen Nacktfotos erpresst. Sie selbst ließ sich nicht bedrohen und postete die freizügigen Bilder kurzerhand selbst. Die Kommentare unter ihrem Post waren fast durchwegs positiv - denn das eine oder andere Nacktbild von sich selbst haben wohl fast alle auf ihrem Handy gespeichert.

Diejenigen, die keine Nackt-Selfies von sich machen, sind hingegen verwirrt. "Warum bitte speichert man auch Nacktofots von sich auf dem Handy?", las sich mehrfach in der Kommentarspalte. Wir wollen deshalb Licht ins Dunkle bringen. Es gibt nämlich einige gute Gründe damit anzufangen, Nacktbilder von sich zu machen - uns sind zumindest ganze 8 eingefallen!

8 gute Gründe, Nackt-Selfies von sich zu machen

1. Nacktbilder zu machen macht Spaß

Das Offensichtlichste zuerst - Fotos zu machen, egal ob nackt oder nicht, macht Spaß. Egal, ob du alleine bist oder mit jemandem, dem du vertraust - Nacktbilder zu machen ist noch immer ein kleines Tabu, was das Ganze außerdem noch ein bisserl aufregender macht.

2. Nacktfotos sind ... schräg

Es muss nicht immer sexy sein. Manchmal will man auch einfach nur einen Moment festhalten, der zeigt, wie schräg unsere Körper aussehen können.

3. Nacktfotos steigern das Selbstbewusstsein

Gerade an Tagen, an denen man sich nicht unbedingt sexy fühlt und einen der PMS-Blähbauch plagt, sind Nacktbilder das beste Tool, um sich besser zu fühlen. Im richtigen Winkel fotografiert wird der gerade noch verhasste Popsch zum runden Wunderding und alles ist wieder gut. Instant Confidence-Boost!

4. Nacktbilder sind heiß

Fotos von sich im Bett zu machen - vielleicht sogar für deinen Schatz, der gerade etwas zu weit weg ist - kann ziemlich heiß sein. Vor allem mit dem Gedanken, wie sehr sich dein Partner über die Bilder freuen wird ... oder was er damit anstellen könnte...

5. Nacktfotos empowerend

Der weibliche Körper ist auch 2019 noch mit so viel Scham behaftet, mit so viel Erwartung - aber auch mit Verlangen. Uns wird gesagt, dass wir unseren Körper lieben sollen und im gleichen Atemzug, dass wir ihn aber bitte ja nicht zu sehr präsentieren und besser verstecken sollen. Nacktfotos von sich zu machen kann unfassbar befreiend sein und diesen heiß-kalt-Botschaften die Kraft nehmen. Nacktselfies können helfen, den eigenen Körper besser kennenzulernen und sich sogar mit ihm zu versöhnen!

6. Nackt-Selfies sind eine besondere Form der Intimität

Ganz ehrlich - die meisten Nacktbilder, die gemacht werden, sind wohl nur für einen selbst bestimmt. Natürlich wird auf Anfrage auch gerne geteilt. Es hat etwas sehr Intimes, wenn jemand Nacktfotos verschickt und man sie auch selbst sendet. Die Fotos, die man für sich selbst macht - und oft schnell wieder löscht - sind aber noch auf einer völlig anderen Stufe.

7. Nacktbilder halten Erinnerungen fest

Manche Bilder von sich löscht man aber eben nicht. Weil sie uns an besondere Momente erinnern. Und auch das ist schön.

8. Es ist 2019

Es ist 2019. Wir machen von allem und jeden Fotos. Oft hunderte am Tag. Dass man dabei auf manchen Bildern nackt ist, ist wohl nur natürlich.

Überhaupt speichern unsere Handys mittlerweile so gut wie alle Aspekte unseres Lebens. Unsere Terminkalender, unsere Gedanken, unsere Bücher, Musik, unsere Arbeitsmails - und eben auch unsere Fotos. Würde mein Handy in diesem Moment gehackt werden, hätten Fremde Zugriff auf folgende Fotos:

  • Fotos, auf denen ich unfassbar unfotogen bin
  • Fotos von einem Pickel auf meinem Rücken, den eine Freundin für mich fotografiert hat
  • Fotos von mir und meinem Freund beim Wandern
  • Fotos von süßen Hundsis, dich ich auf der Straße gesehen habe
  • Fotos von meinen Mahlzeiten
  • Fotos beim Feiern
  • Fotos von meinen Brüsten
  • Fotos von den Brüsten meiner besten Freundin
  • Fotos vom Penis meines Freundes - abgelegt auf der Tischkante.

Viele dieser Bilder würde ich (und vermutlich auch mein Partner) nur ungern öffentlich sehen. Weswegen ich an dieser Stelle noch einmal deutlich sagen will, wie wichtig es ist, mindestens zweimal zu überlegen, *wem* ihr eure Nacktbilder schickt oder eure Passwörter verratet. (HIER verraten wir dir übrigens, wie du sexy Bilder machst, ohne völlig nackt zu sein!)

Gleichzeitig will ich mit dieser Aufstellung zeigen, dass Nacktfotos eben auch nur ein Teil unseres Lebens sind. Sie machen nicht den Großteil meiner Bilder aus - nicht einmal annähernd. Aber es gibt sie. Weil mein Körper und meine Sexualität eben auch zu meiner Welt gehören. Ich würde sogar soweit gehen, dass Nacktfotos von sich zu machen wohl mit das Natürlichste und Offensichtlichste ist, was Menschen tun. Nicht unbedingt, weil wir wollen, dass sie andere Menschen sehen. Nicht, weil wir über die potentiellen Konsequenzen nachdenken. Sondern weil wir es eben nicht tun. Weil wir unser Handy als unser Tagebuch ansehen. Und weil es einfach Spaß macht.