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Ist Nägelbeißen gefährlich? Ja!

Dass an den eigenen Nägeln zu knabbern nicht gerne gesehen wird, ist bekannt. Allerdings kann diese unschöne Angewohnheit sogar gesundheitsgefährdend sein!

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Ist Nägelbeißen gefährlich? Ja!
© iStockphoto.com

Man macht es unbewusst und meist auch ungewollt. Und extrem kurze Nägel sind meist der verräterische Beweis: Aber Nägelbeißen ist nicht nur ein lästiger Tick, sondern kann ebenso weitaus unangenehmere Folgen haben, als ein Stirnrunzeln bei der Maniküre.

Denn auf und unter unseren Nägeln sammeln sich alle erdenklichen Keime, wie beispielsweise Enterobakterien, zu deren bekannteren Vertretern die Salmonellen oder E.coli gehören. Gelangen diese in Mund und weiters in den Darm, können sie Infektionen inklusive Durchfall und Bauchschmerzen auslösen.

Wer seine Nägel längerfristig mit Zähnen bearbeitet, riskiert darüber hinaus schmerzhafte Nagelbettentzündungen, da bei den regelmäßig zugefügten, minimalen Verletzungen Bakterien oder Pilze in die Haut gelangen können. Diese Infektionen können eitern und müssen dann meist chirurgisch geöffnet sowie mit Antibiotika oder Antipilzmittel behandelt werden.

Häufig leiden Nägelbeißende auch unter dem HPV-Virus, das Warzen auf den Lippen oder im Mundbereich hervor rufen kann sowie sogar Auslösen für diverse Krebsarten sein kann. Und schließlich kann die Angewohnheit zu Fehlstellungen der Zähne führen und zu Zahnfleischerkrankungen sowie Infektionen im Rachenbereich.