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Nagellack-Experiment

Eigentlich sollte man denken, im Nagellack-Reich gibt es nichts, was es nicht gibt. "Nicht ganz", fand Trendlady Barbara Beltram und versuchte sich als "Erfinderin"!

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Nagellack-Experiment
© WOMAN Collage

Seit einiger Zeit bin ich bekennender Shellac-Fan. Für alle, die das Label noch nicht kennen: Das ist ein gelartiger, kratzfester Lack. Er lässt sich wie ein ganz normaler Nagellack auftragen und muss unter UV-Licht aushärten. Die Farbe hält dann bis zu zwei Wochen!

Ich bin tatsächlich sehr zufrieden damit weil, a) es sehr natürlich aussieht b) ich mir zwei Wochen lang gar keine Sorgen über den Zustand meiner Nägel machen muss, und vor allem c) ich mit Shellac-Nägeln problemlos Vignetten runterkratzen, Reißverschlusstaschen tragen und nach Schlüsseln kramen kann, ohne den Lack zu zerstören. Das einzige, was nervt, ist die Farbauswahl. Im Repertoire der Marke sind Rosétöne, Rot in allen Variationen und dann noch winterliches Schwarz und Grau. Und was ist mit angesagtem Mint, Gelb oder coolen Neonfarben? Fehlanzeige! Und so kommt es wie es kommen muss – nämlich zum Selbstversuch ...

Das Experiment.

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Der Gedanke: Warum kann man eigentlich nicht einfach einen “normalen“ Nagellack verwenden? Kombiniert mit der Shellac-Base und dem Shellac-Überlack bekomme ich die Farbe, die ich will und auch den erwünschten kratzfesten Schutz darüber.

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Gedacht getan, mache ich mich sofort ans Werk – oder besser gesagt meine Kosmetikerin Zita. Sie reagiert skeptisch und legt ihre schöne Stirn in Falten, aber ich bleibe hart! Immerhin finde ich meine Idee von Minute zu Minute besser …

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Nach dem Basislack und dem von mir mitgebrachten "normalen" Neon-Nagellack ist das Ergebnis perfekt. Die orange Farbe leuchtet und glänzt! Ich sehe mich schon mit siegesfreudigem Lächeln auf den Lippen den Nagelsalon verlassen und gleich darauf zurück in die Redaktion laufen, um den Erfolg meines Geniestreichs zu verkünden – leider kommt es etwas anders …

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Im letzten Schritt wird nämlich der Überlack aufgetragen und unter der wärmenden UV-Lampe gehärtet. Jetzt kommt die schlechte Nachricht: Im blauen, heissen Licht sehe ich, wie sich auf vier Nägeln die orange Masse zu hässlichen Wellen zusammenzieht! Die tapfere Zita bemüht sich um Schadensbegrenzung und feilt den Überlack herunter, um eine neue Schicht aufzutragen. Sie muss sich jedoch bald geschlagen geben, denn da ist nichts mehr zu machen!

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Das Fazit: Ich bin es nicht, der siegessicher lächelt, sondern Zita – und zwar mitleidig. Am Anfang meines Experiments dachte ich: "Tolle Idee, warum nicht probieren?" Jetzt weiß ich, warum nicht! Weil ich um 30 Euro ärmer bin und runzlige Nägel habe. Also ihr Lieben – bitte nicht nachmachen. Und falls jemand vom Shellac-Team diese Zeilen liest: Bitte, bitte kümmert euch um neue Trendfarben, damit mir solche Eskapaden in Zukunft erspart bleiben!

Thema: Nägel