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NASA versucht es wieder: Mit dem Artemis Programm soll die erste Frau am Mond landen

2024 soll es soweit sein: Die US-Raumfahrtbehörde NASA will im Rahmen des Artemis Programms die erste Frau auf den Mond schicken.

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NASA versucht es wieder: Mit dem Artemis Programm soll die erste Frau am Mond landen

Anne McClain arbeitet bis Juni 2019 bei der Raumfahrtstation ISS.

© 2018 Getty Images

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat sich das Ziel gesetzt, bis 2024 die erste Frau auf den Mond zu schicken. Das Programm heißt wahrscheinlich auch deshalb "Artemis" nach der griechischen Göttin der Jagd. Artemis ist auch die Zwillingsschwester des Gottes Apollo, der der Namensgeber des Apollo-Programms war. Im Rahmen jenes Programmes brachte die NASA den ersten Menschen auf den Mond.

NASA Administrator Jim Bridenstine meinte während der offiziellen Verkündung, dass es toll wäre, 50 Jahre nach Apollo wieder zwei Menschen auf dem Mond landen zu sehen: Einen Mann und die erste Frau. Die Vorbildwirkung sei auch nicht zu unterschätzen: "Ich habe eine Tochter, die 11 Jahre alt ist und ich will, dass sie die Möglichkeit hat, sich selbst als nächste Frau am Mond vorzustellen."

Das Artemis Programm steckt aber noch in den Kinderschuhen. Die neu entwickelte Rakete muss noch mit echten AstronautInnen getestet werden. Außerdem fehlen noch Teile, die bei der Landung selbst von Nöten sind. Doch zumindest hat die US-Regierung große Teile des Budgets schon gewilligt, so die NASA auf Twitter.

Wenn es wirklich klappt und endlich auch eine Astronautin ihre Fußabdrücke am Mond hinterlassen kann, dann ist das schon eine tolle Sache. Doch ein bisschen Skeptizismus sollte man sich behalten, denn mit dem letzten, großspurigen Plan, ein rein mit Frauen besetztes Shuttle zu der Raumstation ISS zu schicken, konnte dann nicht durchgeführt werden. Der Grund: Eine der Astronautinnen hatte erst kurz vor dem Trip gemerkt, dass sie doch nicht in dem Anzug mit Größe L arbeiten konnte. Auf die Schnelle hatte die NASA dann keine Größe M parat, weshalb Astronaut Nick Hague mit Kollegin Christina Koch ins All flog.

Es ist schon verständlich, dass McCain nicht mitflog, denn ein Raumanzug soll vor allem eins bieten: Sicherheit. Doch, dass die NASA da keinen Ersatzanzug in Größe M in petto hatte, ist schon ein wenig bedenklich. Man kann nur hoffen, dass sie aus dieser Sache gelernt haben, die medial nicht gerade lobend aufgenommen wurde, und, dass sie für das Artemis Programm eine bessere Planung an den Tag legen.

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