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NASA schickt Sperma ins All - und wir hoffen, dass DAS nicht der Erstkontakt mit Aliens wird

Computerlogbuch der Erde. Sternzeit 2018. Auf unseren Abenteuern im Weltall begleitet uns nun auch menschliches Sperma. Und nein - da hat Captain Kirk nicht übertrieben, sondern es hat wissenschaftliche Gründe.

von

Milchstraße
© iStockphoto.com

Seit den siebziger Jahren kurvt eine Weltraumsonde durchs All, die einem eventuellen außerirdischen Leben da draußen einen gewissen Überblick über die Menschheit verschaffen soll: mit einem Best of Humanity von musikalischen Beispielen Mozarts oder Chuck Berry sowie Bildern wie wir aussehen und einer aufgenommenen Grußbotschaft. Gesprochen von Kurt Waldheim, damals noch UN-Generalsekretär, später österreichischer Bundespräsident und in dieser Zeit international geächtet, da seine nationalsozialistische Vergangenheit aufgedeckt wurde.

Aber nun ist auch etwas anderes im Weltall unterwegs - erneut das Beste, was die Menschheit zu bieten hat? Nämlich Sperma.

Wie das Wissenschaftsmagazin Popular Mechanics berichtet, werden aktuell Experimente an Bord der Internationalen Raumstation mit Menschen- und Stiersamen durchgeführt. Der offizielle Zweck dieser Tests der NASA namens Micro 11 ist es, zu sehen, ob Spermien ihre reproduktive Aufgabe im Weltraum erfüllen können: "Das Überleben von mehreren Generationen von Organismen jenseits der Erde erfordert die richtige Funktion von Spermien und Eizellen. Noch wissen wir zu wenig über die Auswirkungen der Bedingungen im Weltraum auf Spermien."

Also quasi eine Sicherheitsmaßnahme, falls wir diesen Planeten erfolgreich zerstört haben dank Umweltverschmutzung und/oder Kriegen, damit wir uns auch wirklich garantiert irgendwo anders in den unendlichen Weiten des Alls fortpflanzen können.

Darüber machte sich auch schon ein deutscher Wissenschaftler seine Gedanken und sandte deswegen bereits 1988 tierischen Samen ins All, um herauszufinden, ob die Veränderungen der Schwerkraft die Mobilität der Spermien beeinflusst. Diese Frage können wir also schon seit den Achtziger Jahren mit Ja beantworten: Sie werden sogar noch aktiver. Na dann steht ja der Kolonialisierung des Weltraumes nicht mehr viel im Wege... Bis natürlich auf die noch nicht eingetroffenen Ergebnisse von Micro 11, denn dieses Sperma treibt noch ein bisserl länger im Orbit.

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