Ressort
Du befindest dich hier:

Eine Frau starb, weil sie eine Nasendusche falsch verwendet hat

Sie wollte nur ihre Nebenhöhlenentzündung heilen. Doch weil sie ihre Nasendusche falsch verwendete starb eine Amerikanerin an hirnfressenden Amöben.

von

nasenspueleung
© istockphoto.com

Manchmal sollte man sich wirklich an eine Gebrauchsanleitung halten. Dies zeigt die Geschichte einer Amerikanerin, die an hirnfressenden Amöben gestorben ist. Um ihre Nebenhöhlenentzündung auszukurieren, verwendete sie regelmäßig eine Nasendusche. Dieser Gegenstand sieht auf wie eine kleine Teekanne und gilt als Hausmittel bei Erkältungen, wobei ihr medizinischer Nutzen nicht nachgewiesen ist.

So gelang die Amöbe in ihr Gehirn

Normalerweise soll man eine Kochsalzlösung oder destilliertes Wasser für die Spülung verwenden, doch die Amerikanerin nahm ganz normales Leitungswasser. Und so kamen die Amöben ins Spiel. Der Neurochirurg, der die Frau operierte will nun auf die Gefahren einer missachteten Gebrauchsanleitung aufmerksam machen. Denn als die Amerikanerin zu ihm ins Swedish Medical Center in Seattle kam, musste er der 69-Jährigen zuerst einen kleinen Tumor entfernen.

Schon da hegte der Arzt den Verdacht einer Amöben-Infektion. Und schon nach kürzester Zeit kam die Frau wieder ins Krankenhaus, weil sich ihr Zustand verschlechtert hatte. In ihrem Gehirn war ein Tumor in der Größe eines Baseballs gewachsen. Diesen konnten die Ärzte zwar noch entfernen, doch die 69-Jährige war nicht mehr zu retten.

Soll man Nasenduschen meiden?

Die Ärzte nehmen an, dass die Amöbe sich im nicht sterilen Wasser aufgehalten hatte und dann durch die Nasendusche in eine Wunde der Frau gelangt war. So wurde die Amöbe in den Butkreislauf und dann direkt ins Gehirn gespült. Laut den Ärzten sei dies ein sehr rarer Fall, weshalb man keine Angst vor Nasenduschen haben sollte. Trotzdem solle man daraus lernen und immer sterilisiertes Wasser verwenden!

Noch mehr erfährst du im Video: