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Auf diese drei Arten macht uns die Liebe blind!

Deine Freunde misstrauen deinem Partner, aber du bleibst bei ihm. Erst nach dem Ende der Beziehung kommst du drauf: Da hat wirklich was nicht gestimmt! Warum ist das so?

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liebe paar
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Wenn es um andere Personen geht dann sind wir allzu gewillt, ihnen zu misstrauen und jedes Wort in eine Waagschale zu legen. Doch wenn unser eigener Partner Blödsinn redet oder uns sogar anlügt, drücken wir viel zu oft ein Auge zu. Die rosarote Brille sei schuld daran, sagen die einen. Die anderen meinen, dass man einfach naiv ist. Beide Kommentare perlen an einem ab. Doch hat man die Beziehung dann beendet, fällt es einem wie die Schuppen von den Augen: Der Partner hatte wirklich einige Fehler! Warum ist einem das nicht schon früher aufgefallen?

1. Wir bemerken nicht, wenn der Partner lügt.

Weil man glücklich war! So lautet die wissenschaftliche Antwort auf dieses Paradox. In einer Studie der Journal of Experimental Social Psychology haben ForscherInnen sich mit der Frage beschäftigt, wann Menschen besonders gut in der Lage sind, Bullshit und Lügen zu erkennen. Hierfür ließen sie die TeilnehmerInnen positive, neutrale und traurige Filme schauen. Danach wurden den Personen Interviews gezeigt und sie mussten feststellen, wann gelogen und wann die Wahrheit gesagt wurde.

2. Negative Emotionen gegenüber dem Partner werden unterdrückt.

Tatsächlich konnten all jene, die die negativen Filme gesehen hatten, mehr Lügen aufdecken als die Personen aus den anderen Gruppen. Wer also schlechte Laune hat, ist automatisch skeptischer und misstrauischer. Wer wiederum gute Laune hat, ist leichtgläubiger und naiver. Dies bestätigt auch eine Studie der University College London. Wenn es nach den ForscherInnen geht, macht Liebe nämlich blind; blind für negative Gefühle und kritische Beurteilung. Im Gehirn wird nämlich ein Areal unterdrückt, das für diese zwei Bereiche zuständig ist. Derselbe Effekt ist auch bei Müttern mit Babys beobachtbar.

3. Wir finden den Partner automatisch körperlich attraktiv.

Das Londoner Team sieht in dieser neuronalen Veränderung aber nichts schlechtes. Ganz im Gegenteil: Nur so ist es dem Menschen möglich, tiefe Verbindungen einzugehen. Und so findet man den Partner auch immer etwas schöner als alle Außenstehenden. Auch körperlich. Eine Forschung aus Gronningen hat den Zusammenhang zwischen der Verliebtheit und dem Empfinden der körperlichen Attraktivität untersucht. Dabei sollten Pärchen die Schönheit ihres Partners bewerten. Dann wurden die Fotos unabhängigen TeilnehmerInnen gezeigt. Fast immer schätzten die Pärchen einander attraktiver ein.

Was kommt nach der rosaroten Brille?

Liebe kann wundervoll sein und alle komischen Dinge, die unser Gehirn beim Verliebtsein macht, haben nur einen Zweck: Man soll sich an das Gegenüber binden. Denn unsere neuronalen Instinkte sind immer noch auf eins aus - der Fortpflanzung. Und das ist nun mal einfacher, wenn man seinem Partner "verfallen" ist. Das klingt ziemlich willenlos, doch es gibt zwei Lichtpunkte am Ende des Liebestunnels: Erstens geht es dem Partner genauso. Zweitens vergeht die rosarote Brille nach einiger Zeit auch wieder. Die Forschung ist sich da zwar noch nicht ganz einig, aber ab ungefähr sechs Monaten in einer Beziehung, beginnt die "positive Illusion" abzuklingen. Was dann bleibt, sind hoffentlich zwei Menschen, die einander wirklich lieb gewonnen haben.

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