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So sagst du "NEIN" (ohne zickig zu klingen)!

Wer "Nein" sagt, ist deshalb keine Zicke. Trotzdem haben Frauen oft Sorge, so wahrgenommen zu werden. Wie du lernst, ganz klar "Nein" zu sagen.

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So sagst du "NEIN" (ohne zickig zu klingen)!
© iStockhoto

Wir wollen gemocht werden, wir haben es gerne harmonisch. Weshalb wir viel zu oft "Ja" zu Sachen sagen, obwohl sie uns eigentlich nicht wirklich in den Kram passen, mit Stress verbunden sind oder von unserer Freizeit abzwacken.

"Nein". Als Kleinkinder konnten wir das doch auch ganz deutlich sagen, etwa wenn wir den Spinat nicht essen oder keine kratzige Strumpfhose anziehen wollten. Und dann? Haben wir es verlernt. Oft aus der Angst heraus, dass wir dann als "zickig" wahrgenommen werden. Dabei hat ein klares "Nein" rein gar nichts mit Zickigkeit zu tun. Aber das ist ein Lernprozess....

Wie du lernst, "Nein" zu sagen

1

Nimm dir Zeit für deine Antwort. Für eine bestimmte Sorte Menschen (uns eingeschlossen) ist "Ja" die erste Antwort - vor allem, wenn wir unvorbereitet sind. "Kannst du diese Präsentation machen?" "Bitte erledige du die Besorgungen für den Geburtstag der Großtante...", "Kann ich meinen noch nicht stubenreinen Hund für drei Wochen bei dir lassen?" – Ja. JAJAJAJAJA. Und zwei Minuten später innerlich: Mist. Will ich eigentlich nicht. Aber dann hat man schon zugesagt. Trainiere also folgendes: Gib eine Antwort erst nach Bedenkzeit. Das ist nicht unhöflich, sondern völlig in Ordnung. Informiere deine Kollegen, Freunde, dass du erst morgen/in einer Stunde eine definitive Antwort geben kannst. Dann hast du Zeit um zu entscheiden, ob es etwas ist, was du machen willst - oder nicht.

2

Mach keine leeren Versprechung. Ihr alle kennt die Situation: Ihr trefft einen alten Bekannten, ihr plaudert ein paar Minuten und das Gespräch endet mit: "Wir sollten echt bald mal wieder auf einen Kaffee gehen" – obschon du das eigentlich gar nicht vorhast. Statt das Treffen dann mit schwachen Entschuldigungen zu verschieben: Beende das Gespräch einfach mit einem "Es war schön, dich wieder mal zu sehen." Punkt. Genau das gilt auch für andere Situationen: "Vielleicht..." ist nur eine Verschiebung der Antwort. "Geht leider nicht" oder "Nein" ist klarer. Und damit letzten Endes auch höflicher.

3

Plane voraus. Es ist ein simpler, aber genialer Trick. Notiere in deinem Kalender nicht nur die Must-Do's, sondern auch Zeiträume, die nur dir gehören. Denn sonst sagst du bei jeder Anfrage für ein Meeting, für einen Abendtermin oder eine Hilfestellung am Wochenende unbedacht zu – und hast am Ende das Gefühl, nie Zeit für dich zu finden. Ist aber auch deine "M-Time" ein fix festgehaltener Termin, dann ist dieser Zeitraum genauso tabu wie ein wichtiger Jour Fixe.

4

Notlügen sind erlaubt. Manchmal. Es ist besser, klar und deutlich "Nein" zu sagen. Aber natürlich gibt es Menschen, bei denen es schwerer fällt als bei anderen. Dann ist es völlig in Ordnung, eine kleine Notlüge zu nutzen. "Sorry, liebe Schwiegermutter, dass ich beim Familienessen nicht kommen kann – ich habe leider eine wichtige Präsentation, die ich noch vorbereiten muss."

5

Erkläre dich - aber eben nicht zu oft. Ein "Nein" ist ein "Nein" – und muss akzeptiert werden. Wenn du dich trotzdem nicht ganz wohl damit fühlst, die Bitte einer guten Freundin nur mit einem "Nein" abzuweisen. Sag ihr, dass du leider nicht am Wochenend-Trip teilnehmen kannst. Weil es eben im Moment finanziell nicht drin ist. Mach keine Wischi-Waschi-Ansagen. Man spürt das. Je klarer du kommunizierst, desto weniger verärgerst du die Menschen in deinem Umfeld.

Thema: Psychologie

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