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Netflixen kann negative Auswirkungen auf das Sexleben haben

Benutzte man noch den Ausdruck "Netflix & Chill", um Techtelmechtel vorm TV zu umschreiben, gilt jetzt: Netflix & Schlummer! So wirkt der Streamingdienst auf unser Sexleben.

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© istockphoto.com

Erinnert ihr euch noch an Chat-Nachrichten wie "Netflix and Chill?", gefolgt von dem anstößig grinsenden Emoji? Dieser Satz galt längere Zeit als Synonym für körperliche Lust, gepaart mit einem Film oder Serien. Doch mittlerweile stimmt er so nicht mehr. Denn Netflix & andere Streamingdienste haben unser Sexleben tatsächlich verändert - nur nicht so, wie wir das gedacht hätten: Die Liebelei ist weniger geworden.

Haben wir weniger Sex wegen Netflix?

Eine Umfrage des Wall Street Journal stellt fest, dass Streamingdienste sogar kontraproduktiv fürs Sexleben sind. 1000 Personen nahmen daran teil und eine von vier Personen gab an, dass sie sich im letzten halben Jahr mindestens einmal fürs Filme- und Serienschauen statt für Sex entschieden hat. Diese Zahl klingt jetzt noch nicht nach dem Ende der Menschheit, aber Fakt ist: Wir schauen oftmals lieber fern, als miteinander zu kopulieren. Vor allem, wenn wir zwischen 18 und 38 Jahre alt sind. 36 Prozent der Personen in diesem Alter zogen das Binge-Watchen dem Sex vor.

Man weiß ja, dass die meisten Menschen, die in langjährigen Beziehungen sind, irgendwann weniger Sex haben als am Anfang. Das kann an der Routine, dem (gemeinsamen) Haushalt, dem stressigen Alltag, aber auch an sexueller Langeweile oder unausgesprochenen Problemen, die im Liebesleben aufkommen, liegen. Doch auch andere Studien, die sich aus verschiedenen Perspektiven der Sexualität widmen, belegen, dass die sexuelle Aktivität generell abnimmt.

Netflix & Zzzzz...

Zum Beispiel zeigt eine Generationsstudie der San Diego State University, dass Jugendlich heutzutage weniger Sex haben als ihre Eltern, als diese im selben Alter waren. So hatte 1990 ein Erwachsener 62-mal Sex im Jahr. Im Vergleich dazu waren es 2014 "nur" 54-Mal. Doch haben solche Zahlen wirklich etwas mit den Streamingdiensten zu tun? Natürlich weist Netflix die "Anschuldigungen" gegenüber dem Wall Street Journal zurück. Man sei stolz, ein Teil der Popkultur geworden zu sein, doch der Rückgang von Sex liege außerhalb ihres Wikrungsradius.

Und natürlich kann man Streaminganbieter nicht dafür verantwortlich machen, dass unsere Libido offenbar teilweise ins Straucheln gerät. Allerdings sollte man den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und stagnierendem Sexleben nicht ignorieren. Das finden etwa auch Twitter-UserInnen, die unter dem Hashtag #NetflixandZzzzz der Studie Recht geben.

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Thema: Kino & TV

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