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New in N.Y.

Dass Uptown oder SoHo ganz toll sind, wissen wir. Der Big Apple hat aber noch so viel mehr zu bieten. Hell's Kitchen oder Greenpoint zum Beispiel. Kennst du nicht? Dann wird's Zeit!

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New in N.Y.
© SeanPavonePhoto/iStock/Thinkstock

Nein, die Metropole am Hudson River ist keine Stadt. Sie ist eine Welt für sich! Allein Manhattan, einer der fünf "boroughs", besteht aus mehr als 90 Vierteln, die alle ihren ganz speziellen Spirit haben. Vielen davon erging es wie dem berühmten SoHo: Zuerst eine schmuddelige Gegend, wurde es durch Künstler und Intellektuelle aufgewertet und so zum (touristischen) Place to be. SoHo, West Village oder Chelsea erlangten Kultstatus, mussten aber dafür den unkonventionellen Touch einbüßen, der "Upcoming Areas" so interessant macht.

Gerade auf der Kippe steht der Meatpacking District: Es waren vor allem Visionäre wie Diane von Fürstenberg, die in den frühen Nuller Jahren dem ehemaligen Schlachthausviertel mit seinem Lagerhallen-Flair verfielen und hier ihre Ateliers eröffneten. Andere berühmte Labels wie Marni zogen nach, und die ehemalige Bahntrasse wurde zum begehrten High Line Park, über dem jetzt außerdem das kultige Standard Hotel thront. Dank versteckter Shops wie dem Aikaz (344 W 13th St.) hat sich das Viertel aber noch einige Geheimtipps bewahrt.

Weiter nördlich versprüht Hells's Kitchen seinen (noch) rauen Charme rund um die Ninth Avenue: Hier kann man zu günstigen Preisen schlemmen, feiern oder auf dem Flohmarkt super Schnäppchen finden.

Harlem, ganz im Norden, galt noch vor wenigen Jahren als gefährlich und war für Besucher wenig interessant. Heute sollte man unbedingt sonntags vorbeischauen, wenn ältere afroamerikanische Ladys mit Hut und Handschuh rund um die 125. Straße den Gottesdienst besuchen. Ein Brunch im Red Rooster (310 Malcolm X Blvd.) zahlt sich wegen dem üppigen Buffet und der Live-Bands allemal aus!

"Die hippsten Stadtviertel liegen in Brooklyn", rät Simon Mingozzi, Schweizer Wahl-New-Yorker und Mitbegründer des individuellen Reiseservices localike. Und tatsächlich sollte man sich unbedingt einmal über den East River wagen: In Williamsburg, Greenpoint oder Bushwick prägen Ziegelhäuser statt Glasfassaden das Straßenbild, und auch sonst geht es eher lässig und gemütlich zu. Vor allem in Bushwick gibt's viele Galerien, die Mieten sind leistbar, und auch die kleinen Shops sind auf ein kreatives, designaffines, aber nur mäßig kaufkräftiges Publikum ausgerichtet.

Auch im südwestlichen Teil Brooklyns machen sich Viertel für eine neue, bunte Ära abseits des grauen Schattendaseins bereit: Das direkt an den East River grenzende Dumbo (Down Under The Manhattan Bridge Overpass) gilt als eines der bedeutendsten Künstlerviertel New Yorks und lässt sich zu Fuß direkt und bequem über die Brooklyn Bridge erreichen! Das benachbarte Brooklyn Heights dagegen lockt mit einer Promenade samt Blick auf Manhattan und hübschen Alleen samt "Brownstone"-Häusern, in denen u. a. Truman Capote lebte.

In Boerum Hill wiederum trifft urbanes Leben auf vorstädtische Gemütlichkeit. Hier verabreden sich junge Familien zum Café, Touristen sieht man auch hier kaum. Noch. Denn in nicht allzu langer Zeit wird keines dieser Viertel mehr ein Geheimtipp sein. Weil dann schon die nächsten in den Startlöchern stehen!

Tipps.

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Anreise. AUA fliegt bis zu zwei Mal täglich nach New York. Ab sofort wird neben dem Flughafen JFK auch Newark in New Jersey angeflogen! Vorteil: Von hier aus kommt man schneller nach Manhattan! Wie im Flug vergehen die 9 Stunden ab Wien in der neuen AUA Business Class mit horizontaler Liegefläche und Do&Co-Essen! Ab € 1799,-, Eco: ab € 549,- tour/retour austrian.com. Von JFK kommt man per Air Train und Subway, von Newark mit dem Air Train und dem NJ Transit Zug in die City.

2


Visum. Das ESTA-Formular muss mindestens drei Tage vor Abflug online eingereicht werden: https://esta.cbp.dhs.gov/. Kosten: $ 14,-.

3

Währung. Der Kurs ist für Euroländer nach wie vor günstig: 1 US-Dollar entsprach zu Redaktionsschluss in etwa 77 Cent (Stand 16. September 2014).

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Top-Hotels und Rooftop-Bars. Wer sich Luxus und Lifestyle gönnen möchte, checkt im Standard Hotel New York ein. Top: die Rooftop-Bar mit super Ausblick -und Jacuzzi! Handtücher gibt's vor Ort, Bikinis werden am Automat gezogen! DZ ab € 204/N., standardhotels.com. Die Rooftop-Bar des Luxus-Hotels Peninsula New York ist die schönste in Uptown! newwork.peninsula. com. Eine ehemalige Fabrik in Williamsburg beherbergt jetzt das Wythe Hotel. Mit Ziegelwänden und Holzdecken versprühen die Zimmer Factory-Charme! Die hoteleigene Ides Bar ist der In-Place. DZ ab € 230,-/N. wythehotel.com.

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Fortbewegung. Mit der U-Bahn kommt man gut und günstig voran: Ein One-Way-Ticket kostet $ 2,5, ein Wochenticket $ 29,-. Dank des neuen, öffentlichen Citi Bike Verleihs kann man New York auch per Bike erkunden: An 300 Stationen lassen sich 5000 Fahrräder ausleihen! Ab € 7,50/Tag, citibikeny.com.

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Individueller Stadtführer. Auf localikenewyork.com kann man online seine persönliche Vorlieben, Hobbys, Aufenthaltsdauer und Sightseeing-Wünsche bekanntgeben - die Schweizer Gründer gestalten dann den individuellen Plan per pdf - fern vom Mainstream und für jeden Reise-Typ. Die Tipps (plus deren Erreichbarkeit) werden ausführlich vorgestellt und können so auf eigene Faust besichtigt werden. Klassiker-Tour ab $ 49,-,individuelle Pläne ab $ 129,-.

Thema: Reise