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Neue Studie zeigt: Eine moderne HIV/Aids-Therapie bringt erhöhte Lebensqualität

In Österreich leben derzeit mehr als 9.000 HIV-positive Menschen. Die erstmals in Wien stattfindende Welt-Aids-Konferenz von 18.-23. Juli 2010 und der Life-Ball machen wieder auf die nach wie vor unheilbare Immunschwächekrankheit AIDS aufmerksam.


Neue Studie zeigt: Eine moderne HIV/Aids-Therapie bringt erhöhte Lebensqualität
© Corbis

Dank einer modernen HIV-Therapie wird die Lebensqualität der Infizierten merklich gesteigert. Mittlerweile unterscheidet sich deren Lebenserwartung kaum noch von einem gesunden Menschen. Judith Hutterer, Fachärztin für Haut- udn Geschlechtskrankheiten mit HIV/AIDS Schwerpunkt und
Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft niedergelassener Ärzte (ÖGNÄ), erklärt: "Bei 95 Prozent der Patienten lässt sich nach einer Therapie kein HI-Virus mehr nachweisen.“ Mehr als 90 Prozent leiden jedoch durch die lebenslange Medikation an unzähligen Nebenwirkungen, die sich körperlich und seelisch auswirken. Besonders häufig sind Müdigkeit, Energiemangel, Verdauungsprobleme und Depressionen.

Bedenklich ist, dass das Bewusstsein für HIV bei den Jugendlichen sinkt und viele unvorsichtig werden. Ein Grund dafür könnte sein, dass es, laut Hutterer, zu wenig aufklärende Aids-Kampagnen gibt. Die Experten gehen von jährlich rund 500 Neuinfektionen in Österreich aus, Tendenz steigend. Besonders stark ist der Anstieg bei homosexuellen Männern um die 20.

Redaktion: Laura Zöhrer