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Neuer Trend: Hormon-Yoga

Regelschmerzen, Wechseljahre: Der neue Trend "Hormon"-Yoga soll bei klassischen Frauenbeschwerden helfen.


Neuer Trend: Hormon-Yoga
© Thinkstock

Hot-Yoga , Poweryoga , Slim-Yoga – das Angebot an verschiedenen Yoga-Stilen für unterschiedliche Bedürfnisse explodiert nahezu. Der neueste Trend: Hormon-Yoga, eine Form der indischen Bewegungslehre, die auf Frauen und ihre klassischen Beschwerden ausgerichtet ist.

Wir sprachen mit Hormon-Yoga-Expertin Angelina Fleischmann ( www.angelina-fleischmann.at ) über die "hormonelle Yogatherapie – und verraten drei einfache Übungen, die man zuhause nachahmen kann.

WOMAN: Wie unterscheidet sich Hormon-Yoga von anderen Yoga-Praktiken?

Angelina Fleischmann: Hormon-Yoga ist ein dynamischer Yoga-Stil, der auf den herkömmlichen Asanas (Übungen) basiert. Allerdings wurde es um eine spezielle Atemtechnik (Bhastrika) und energetische Übungen erweitert. Dadurch werden die hormonproduzierenden Drüsen des Körpers (Eierstöcke, Schilddrüse, Hypophyse und Nebennieren) erweitert.

WOMAN: Für wen ist Hormon-Yoga geeignet?

Fleischmann: Prinzipiell eignet es sich für Frauen jeden Alters. Besonders aber für Frauen ab Mitt 30 zur Vorbeugung. Und natürlich für Frauen, die sich intensiv mit dem Thema Weiblichkeit auseinandersetzen wollen.

WOMAN: Wer sollte Hormon-Yoga eher auslassen?

Fleischmann: Auf keinen Fall darf Hormon Yoga bei östrogenabhängigenTumoren, in der Schwangerschaft und bei Endometriose angewendet werden.

WOMAN: Was sind die positiven Effekte?

Fleischmann: Hormon-Yoga unterstützt Frauen bei hormonellen Schwankungen , bei PMS (Prämenstrulles Syndrom), in den Wechseljahren, bei Zyklusstörungen, Kinderwunsch und zum Aufbau nach der Geburt. Vor allem bei jüngeren Frauen gibt es sehr gute Ergebnisse bei Menstruationsschmerzen. Bei älteren Frauen habe ich gute Erfahrungen bei Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen gemacht. Für gute Erfolge muss man aber einige Übungen wirklich regelmäßig durchführen!

Hormon-Yoga: Übungen für zu Hause

Entwickelt wurde Hormon-Yoga von der Amerikanerin Dinah Rodrigues in den 90er Jahren. Es besteht aus 15 Basisübungen für die tägliche Anwendung. Angelina Fleischmann erweitert die Basisübungen um Übungen aus dem klassischen Hatha-Yoga, die ebenfalls den Hormonhaushalt beeinflussen.

Bhastrika:
Bei Bhastrika (Blasebalgatmung) wird durch die Nase schnell und geräuschvoll ein- und ausgeatmet. Dabei wird der Bauchnabel beim Einatmen nach außen und beim Ausatmen nach innen gezogen. Diese Form der Atmung verstärkt den Effekt der Übungen.

Die muslimische Gebetshaltung:
Ausgangsposition: in den Fersensitz setzen, das linke Bein wird nach hinten ausgestreckt und der Oberkörper über das angewinkelte rechte Bein gebeugt, Hände locker vor dem Kopf ablegen. 7 Atemzüge Bhastrika und währenddessen die Aufmerksamkeit auf den rechten Eierstock lenken. Seite wechseln.

Der Kopf-Kniesitz - Janu Shirshasana:
Ausgangsposition: in den Langsitz setzen, linkes Knie beugen und ablegen so dass die Fußsohle den rechten Oberschenkel berührt. Die Arme heben und den Oberkörper nach vorne unten sinken lassen. Die Hände auf den Unterschenkel bzw. Fuß legen. 7 Atemzüge Bhastrika. Dann einatmen, den Atem anhalten und die Zunge auf den Gaumen legen, gleichzeitig den Beckenboden anspannen, bis 3 zählen und ausatmen. Seite wechseln.