Ressort
Du befindest dich hier:

Herbstzeit ist Neurodermitis-Zeit

Neurodermitiker fürchten schon jetzt die bevorstehenden Wochen. Denn für die Haut bedeuten kalte Temperaturen und warme Kleidung Stress pur. Wir zeigen dir, wie du dich auf die Neurodermitis-Hochsaison vorbereitest!

von

Herbst Neurodermitis Pflege

Im Herbst und Winter leiden Neurodermitiker besonders...

© istockphoto.com

Sinken draußen die Temperaturen und tauschen wir unsere lockeren Sommerkleider gegen wärmende Pullover und kuschelige Schals, leidet unsere Haut besonders unter Trockenheit. Vor allem für Menschen mit Neurodermitis ist die beginnende Herbst/Winter-Saison immer die schwierigste Zeit des Jahres. Wichtig sind deswegen die richtige Kleidung und Hautpflege!

Die Zahl der erwachsenen Neurodermitiker ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen. Neben dem starken Juckreiz und den schmerzenden Entzündungen, ist auch der psycho-soziale Druck, durch die Hautkrankheit negativ aufzufallen sehr hoch. Dies kann zu einem Teufelskreislauf führen, denn seelischer Druck können akute Neurodermitis-Schübe auslösen.

Die richtige Kleidung

Dicke Winterbekleidung ist Gift für die strapazierte Haut von Neurodermitikern. Deswegen ist es vor allem im Herbst und Winter wichtig auf das Material der Kleidung zu achten. Raue Fasern von Wolle können bei Menschen mit Neurodermitis nämlich zu Hautirritationen führen und die Krankheit nur verschlimmern. Selbst dünne Baumwolle wird von vielen nicht vertragen, weshalb es nur ein Material gibt, das die Haut nicht reizt: Seide. Die langen Fasern sind nicht nur geschmeidig weich, sondern haben auch einen angenehm kühlenden Effekt, der den Juckreiz lindert. Jetzt in den bevorstehenden Tagen ist Seide außerdem optimal geeignet, da sie Wärme und Feuchtigkeit sehr gut regulieren kann.

Seidig-schöne Mode!

Die richtige Hautpflege

Typisch für die Haut von Neurodermitikern ist eine Barrierestörung der obersten Hautschicht (Epidermis). Pflegeprodukte sollten daher natürliche Feuchthaltefaktoren und hautverwandte Lipiden enthalten, die die Hautbarriere stärken und widerstandsfähiger machen gegen äußere Einflüsse. Natürlich sollten die Produkte frei von Allergenen und belastenden Inhaltsstoffen wie z.B. Duft- oder Farbstoffen sein. Eine spezielle Serie für Neurodermitiker bietet z.B. Eucerin AtopiControl-Pflegelinie, welche sich sehr gut auf der Haut verteilen lässt und frei von Duft- und Farbstoffen ist.

Was kann man noch tun?

"Neben einer konsequente Hautpflege ist es für Neurodermitis Patienten besonders wichtig, die individuellen Provokationsfaktoren zu kennen und zu vermeiden", weiß Dr. Annegret Wehmeyer (Eucerin Hautexpertin). "Dazu gehören vor allem Allergene aus der Umgebung (z.B. Pollen, Hausstaub, Tierhaare) sowie Nahrungsmittel, die nicht vertragen werden. Aber auch bestimmte unspezifische Reizstoffe (z.B. Zigarettenrauch, Kleidung aus Wolle) sowie Infektionen der Haut mit typischen Erregern wie Staphylococcus aureus, Herpesviren oder Hautpilzen beeinflussen den Hautzustand ungünstig." Jede Belastung der Hautbarriere mit austrocknenden Substanzen (z.B. aggressive Reinigungsprodukte, berufliche Schadstoffe) kann ebenfalls die Symptomatik verschlimmern und einen akuten Schub auslösen. Und schließlich spielen auch psychische Faktoren wie Stress und emotionale Belastungen eine große Rolle für den Krankheitsverlauf.

Der große WOMAN-Neurodermitis-Test: In den kommenden Wochen werden zwei Frauen, die an Neurodermitis leiden, diverse Pflegeprodukte testen. Den Bericht inklusive Fotos gibt es dann auf WOMAN.at zu lesen!

Thema: Pflege