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Neurodermitis: Wie kann man den Juckreiz lindern?

Rote, schuppende Haut und ein starker Juckreiz - Neurodermitis ist leider nicht heilbar, aber gut behandelbar. Vor allem bei Kindern sollte man dabei auf bestimmte Dinge achten!

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Ausschlag bei Kind
© iStock

Die Hauterkrankung Neurodermitis ist bisweilen schwer zu diagnostizieren und wird oftmals auch mit Allergien verwechselt. Dies gilt es auf jeden Fall im Vorfeld medizinisch abzuklären. Aber der lästige Juckreiz ist schon da und ist vor allem für Kinder schwer zu ertragen.

Wie kann ich Neurodermitis erkennen?

Charakteristisch für Neurodermitis beziehungsweise ein atopisches Ekzem ist eine mit starkem Juckreiz verbundene, chronisch wiederkehrende Entzündung der Haut. Gleichzeitig ist die Haut sehr trocken. Die Symptome der Neurodermitis sind sehr variabel und verändern sich im Laufe der Zeit.

Während bei Babys und Kleinkindern die akute Form des Ekzems mit starker, flächenhafter Rötung und nässendem Erscheinungsbild vorherrscht, finden sich bei größeren Kindern und Erwachsenen überwiegend chronische Hautveränderungen mit einem charakteristischen, vergröbertem Hautrelief und extremer Hauttrockenheit.

Bei Säuglingen ist das Ekzem vorwiegend im Gesicht und an den Streckseiten der Gelenke lokalisiert. Später finden sich dann vermehrt die typischen Beugeekzeme in den Innenflächen der großen Gelenke. Oft tritt das Ekzem aber auch nur in Form sogenannter "Minimalmanifestationen" in Erscheinung, zum Beispiel durch Handekzeme oder rissige Lippen (Cheilitis sicca).

Was ist die Ursache von Neurodermitis?

Das atopische Ekzem entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener innerer und äußerer Faktoren. Neben einer erblichen Veranlagung spielen äußere Ursachen für die Ausprägung der Symptome eine große Rolle. Typisch ist eine erhöhte Reaktionsbereitschaft der Haut- und Schleimhäute mit einer Neigung zu Allergien, die möglicherweise auch zur Entwicklung von Asthma oder Heuschnupfen führen kann (Formenkreis der atopischen Erkrankungen).

In der Haut von Menschen mit Neurodermitis konnte außerdem ein reduzierter Gehalt an bestimmten Hornschichteiweißen (Filaggrine) sowie eine Störung des epidermalen Lipidstoffwechsels nachgewiesen werden, welches eine Störung der Hautbarrierefunktion zur Folge hat.

Kinderarzt Dr. Hilmar Uhlig gibt im folgenden Video Tipps zur Linderung von Neurodermitis und erklärt unter anderem, welche Bedeutung Kleidung dabei hat:

© Video: G+J Digital Products

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