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WOMAN testet: Symmetrische Augenbrauen ohne Microblading

Wir wollen Augenbrauen, die nach dem Aufwachen, nach dem Duschen und nach dem Partymachen perfekt aussehen. Während viele auf Microblading schwören, verspricht die "Neyes Brows Methode" ähnlich gute Ergebnisse - ohne Eingriff.

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WOMAN testet: Symmetrische Augenbrauen ohne Microblading
© iStock

Als Anfang der 2000er die Trend-Notiz ausgeschickt wurde, dass man fortan dünne Augenbrauen haben sollte, habe ich gerade nicht aufgepasst. Tatsächlich zupfte ich immer nur die mittleren Härchen weg, um eine Monobraue zu vermeiden. Deshalb hab ich ein bisschen einen Vorteil, wenn es um die Trendbraue der letzten Jahre geht: Big Brows sind in! Viele Haare, aber ordentlich gestutzt, geformt und nachgezogen! Ein gezähmtes Biest, sozusagen.

Und um das Biest zu zähmen gibt es viele Methoden: Microblading gehört zu den beliebtesten. Das Ergebnis ist eine sehr natürlich aussehende Tattoo-Braue. Doch Tattoo bedeutet halt auch eine wirklich permanente Veränderung, die man nicht einfach abschütteln kann und das wollen auch nicht alle. Deshalb gibt es Neyes Brows, eine Methode, die perfekte, symmetrische Augenbrauen verspricht, ganz ohne Eingriff! Bei Augenbrauen-Expertin Melanie Pfleger durfte ich die Neyes-Brows am eigenen Leib testen.

So funktioniert's: Das Neyes-Prinzip besteht aus zehn Schritten: Reinigen, Färben, Vermessen, Vorzeichnen, Schneiden, Wachsen, Fädeln, mit der Pinzette nachzupfen, Nachzeichnen und Schablone vorbereiten. Klingt langwierig, doch in Wahrheit ist man in knapp einer Stunde fertig. Der interessanteste Part ist das Färben selbst, denn die Farbe unterscheidet sich maßgeblich von jener, die man selbst zuhause verwenden kann: Sie färbt wirklich nur die Härchen ein und die Haut kriegt nichts davon ab. Dafür wird wirklich JEDES Härchen erfasst, weshalb nachher das Zupfen dringend notwendig ist.

"Da ist jetzt ein richtiger Schatten drumherum", meinte Melanie beschwingt zu mir, als sie die Farbe abnahm. Ich fühlte mich leicht ertappt, weil ich wirklich viele sehr helle Härchen rund um die Brauen habe, die mich aber nicht wirklich tangieren. Ich hatte mir vorher noch nie die Augenbrauen wachsen lassen, weshalb ich versuchte, eine coole Miene zum schmerzhaften Spiel zu machen. Da meine Haut doch gereizter reagierte, als gedacht, ließ Melanie den Schritt mit der Fädel-Technik weg. Außerdem meinte sie, dass zu mir der ganz exakte Brauen-Stil auch gar nicht passen würde.

Das Ergebnis: Meine Augenbrauen sind dunkler als gewohnt, passen aber erstaunlich gut zu den roten Haaren. Der größte Unterschied liegt wirklich in der Farbe selbst, denn bei jener, die ich zuhause verwende, erwische ich gefühlt nicht alle Härchen. Mit der Neyes-Farbe wird aber jedes noch zu kleine Haar eingefärbt, weshalb die ExpertInnen die Farbe auch großzügig rund um die Brauen auftragen. Denn dann kann man das ganze Potenzial ausnutzen und der Rest wird sowieso mit dem Wachs, den Fäden und der Pinzette entfernt.

Fazit

Die Neyes Brows kosten 45 Euro pro Behandlung. 10 Euro kommen noch dazu, wenn man eine individuell angepasste Schablone für Zuhause haben will. Alle 6 Wochen soll man kommen und die Brauen nachstylen lassen. Ich mit meinen sowieso üppigen Brows finde die Methode zwar echt gut, aber sehe nicht so eine große Notwendigkeit, alle 6 Wochen vorbeizuschauen. Doch für den Sommer ist die Methode perfekt, denn die Augenbrauen schauen nach der Behandlung einfach top gepflegt und gestyled aus. Und das auch ohne Gel oder zusätzlicher Farbe! Man muss bei 35 Grad im Schatten also keine zusätzliche Makeup-Schicht auftragen, die im Laufe des Tages sowieso vom Gesicht schmilzt.