Ressort
Du befindest dich hier:

Nie wieder Polyester

Beim Shoppen gilt ab jetzt mein erster Blick dem Etikett: 100 Prozent Polyester? Nein danke! Warum ich in Zukunft lieber darauf verzichte.

von

Polyester
© Thinkstock/ Hemera/ Georgios Kollidas

Ja, ich bekenne mich schuldig, ich gehe definitiv gerne shoppen! Aber in letzter Zeit wird mir das Vergnügen daran etwas vermiest: Es breitet sich etwas immer mehr und mehr aus in den Geschäften der Einkaufsstraßen dieser Welt. Und daher fällt mein erster Blick nun immer auf das Etikett: Woraus ist das fesche Teil eigentlich gemacht? Und allzu oft muss ich dieses dann wieder zurückhängen, denn eines kommt mir ganz bestimmt nicht mehr in den Kleiderschrank: Polyester und all seine chemischen Schwestern.

Immer mehr Läden, nicht nur die üblichen Verdächtigen des Shoppingfiebers, sondern auch jene, die früher Qualität präsentiert haben, setzen nun lieber auf billig, billig, billig. Es herrscht ein nimmermüder Konkurrenzkampf in der Modewelt: Die Konsumierenden wollen alles immer günstiger, daher wird in der Herstellung immer mehr zu billigeren Stoffen gegriffen. Diese ungünstige Spirale dreht sich allerdings hauptsächlich bei uns Frauen, erstaunlicherweise finden sich in der Männer-Abteilung kaum künstliche Stoffe - von Jacken und Funktionskleidung einmal abgesehen.

Die Vorteile von Polyester

Die synthetische Chemiefaser ist überaus günstig und vielfältig sowie einfach verarbeitbar. Daher greifen auch mehr und mehr Textilfirmen darauf zurück. Darüber hinaus knittert der elastische Stoff nicht, muss also nicht gebügelt werden und trocknet schnell.

Die Nachteile von Polyester

Polyester wird - wie jedes Plastik - zum größten Teil aus Erdöl hergestellt. Die Rohstoffe werden erhitzt und dann zu langen Fäden gesponnen, die nach Bedarf weiterverarbeitet werden. Dazu benötigt werden Terephtalsäure, Äthylenglykol sowie das Schwermetall Antimon. Rückstände davon finden sich meist auch auf den fertigen Kleidungsstücken und reizen Haut und Schleimhäute - waschen vor dem ersten Tragen ist daher bei jedem neuen Kleidungsstück mehr als ratsam. Ebenso wie Plastik ist Polyester nicht biologisch abbaubar. Bei der Verbrennung entstehen giftige Gase, ohne Verbrennung würde Polyester mehrere hundert Jahre benötigen, um zu verrotten.
Vor allem im Sommer hat das Tragen von Polyester sehr schnell unangenehme und vor allem riechende Folgen: Der Stoff ist nicht atmungsaktiv und kann den von uns produzierten Schweiß nicht nach außen abgeben. Also schwitzen wir noch mehr und der Geruchsfaktor kommt dazu.

Die Alternativen zu Polyester

Ich möchte in Zukunft auf textile Chemie direkt auf meiner Haut verzichten und kaufe lieber natürliche Materialien wie Baumwolle, Seide oder Wolle. Außerdem nehme ich mir vor, lieber etwas zu kaufen, das ich immer schon einmal haben wollte und dann vielleicht auch darauf sparen muss. Dann schätzt man es mehr als das, was man im Vorbeigehen mitgenommen hat, nur weil es so günstig war und man es dann ohnehin nie anzieht.
Weitere Optionen, um günstig einzukaufen sind Second-Hand-Läden oder Tauschbörsen - dort finden sich oftmals wahre Schätze zu wirklich guten Preisen.

WOMAN Newsletter

Die E-Mail, auf die du dich jeden Tag freuen wirst: Top-Artikel, Gewinnspiele und tolle WOMAN-Aktionen täglich in unserem Newsletter.

Jetzt anmelden