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Darum kann Niesen unterdrücken gefährlich sein

Mit bis zu 160 Stundenkilometern fliegen kleinste Partikel und Krankheitskeime beim Niesen durch die Luft. Und: Das Prusten kann mitunter peinlich sein. Warum wir es dennoch keinesfalls unterdrücken sollten, um unsere Gesundheit zu schützen.

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Darum kann Niesen unterdrücken gefährlich sein
© Martine Doucet

Zugegeben: Es kann ganz schön unangenehm sein, wenn es uns im falschen Moment überkommt. Ob während eines wichtigen Meetings, beim Essens im Restaurant mit vollem Mund, im Kino oder während einer Prüfung an der Uni – wenn ein lautes „Haaatschiiiiii!“ die Stille unterbricht, kann es schon passieren, dass man ungewollt die Blicke auf sich zieht.

Achtung, Druck!

Die vermeintlich gute Lösung: Das Losprusten unterdrücken – aber eben nur vermeintlich, denn das Unterdrücken des Niesens kann gefährlich sein. Was beim Niesen nämlich passiert: Die Nasenlöcher schließen sich reflexartig, der Mund ist leicht geöffnet, und der Druck in der Nasenhöhle wird sehr schnell sehr groß. Durch das Unterdrücken des Niesens kann dieser aufgebaute Druck nicht entweichen. Im schlimmsten Fall kann das laut Medizinern zu Blutgerinnseln im Gehirn, Fehlgeburten, Schäden in den Ohren bis hin zu Rissen in der Hauptschlagader führen.

Natürlich muss nicht immer der schlimmste Fall eintreten – doch wie heißt es so schön: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Also lieber einmal in die Menge prusten und ein herzliches „Gesundheit“ dafür ernten, als die Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Die Bazillenschleuder stoppen

Grundsätzlich ist Niesen wichtig: Es dient dazu, Staub und Schmutzpartikel aus der Nase zu befördern – und bei Infekten die lästigen Krankheitserreger, die für Schnupfen verantwortlich sind und zur Entzündung der Nasenschleimhäute führen. Dabei gilt: Die Bakterien sollten nach Möglichkeit schnell aus Nasen- und Rachenraum befördert werden.

Niesen in Orkanstärke

Um dabei nicht zur Bakterienschleuder zu werden und auch andere Menschen in den Krankenstand zu schicken, ist es rücksichtsvoll, immer ein Taschentuch bei der Hand zu haben. Das können Sie schnell vor Mund und Nase halten, und das Risiko ist für andere gebannt. Schließlich fliegen pro Niesen bis zu 40.000 Partikel durch die Luft! Die Geschwindigkeit erreicht dabei bis zu 160 Stundenkilometer, was der Stärke eines Orkans entspricht. Außerdem wirkt das Stück Papier wie ein Schalldämpfer, sodass es auch für Sie nicht zu unangenehm wird.

Falls Sie nur die Hände nützen können, denken Sie daran, diese anschließend unbedingt zu waschen. So beseitigen Sie ebenso die Ansteckungsgefahr. Notfalls können Sie auch in die Armbeuge niesen, nur bloß nicht ungeschützt in den Raum. Gesundheit!

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