Ressort
Du befindest dich hier:

Warum du zunimmst, wenn du zu schnell isst

Je schneller du isst, desto eher nimmst du zu. Warum deine Ess-Geschwindigkeit in Zusammenhang mit deinem Gewicht, aber auch Diabetes steht.

von

Warum du zunimmst, wenn du zu schnell isst
© iStockphoto

Schlingst du dein Mittagessen auch vor dem Computer rein? Und dein Abendessen wird schnell im Stehen in der Küche verputzt? Ist uns nicht fremd. Aber leider erhöht sich durch dieses schnelle Essen auch die Wahrscheinlichkeit, dass du zu viel isst.

Wer langsam isst, der wird weniger wahrscheinlich fettleibig oder entwickelt ein metabolisches Syndrom. Denn schnelles Essen kann Schwankungen im Blutzucker verursachen, was das Risiko einer Insulinresitenz anhebt. Zu diesem Fazit kommt eine Studie, die im Rahmen der "Scientific Sessions 2017" der amerikanischen Gesellschaft für Herzgesundheit vorgestellt wurde.

Mediziner der Hiroshima Universität in Japan untersuchten für die Forschung 642 Männer und 441 Frauen im Durchschnittsalter von 51 Jahren. Keiner der Probanden wies ein metabolisches Syndrom auf.

Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt: Langsame Esser, schnelle Esser und "normale" Esser. Fünf Jahre später werteten die Mediziner die Gesundheitsdaten der Studienteilnehmer erneut aus.

Dabei zeigte sich: 11,6 Prozent der Schnellesser hatten nun ein metabolisches Syndrom – also erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte, Bluthochdruck und abdominelle Fettleibigkeit – entwickelt. Bei den Normalessern waren es nur noch 6,5 Prozent. Bei den Langsamessern gerade mal 2,3 Prozent.

"Wer schnell isst, der fühlt sich nicht so bald voll und isst deswegen automatisch mehr. Ein schneller Verzehr von Speisen verursacht auch größere Glukosefluktuationen, was wieder in einer Insulinresistenz münden kann," so der Kardiologe und Studienautor Takayuki Yamaji.

Was das bedeutet? Wir kauen jetzt gleich mal länger...

Thema: Diät